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«Jede fünfte Hose wird im Ausland eingekauft»

Erstmals liegen fundierte Zahlen zum Einkaufstourismus der Schweizer vor. Studienautor Thomas Hochreutener über 4500 Interviews, gezielte Einkäufe und die Tessiner als Schweizer Meister.

Matthias Chapman

Herr Hochreutener, über die Höhe der Auslandseinkäufe wurde viel spekuliert und geschätzt. Was ist bei Ihrer Studie nun anders? Das Thema Auslandseinkäufe wurde in den letzten Jahren schon fast inflationär debattiert. Und die Debatte fand allein aufgrund von Schätzungen statt. Wir haben nun erstmals fundierte Daten erhoben, und zwar aufgrund von knapp 4500 Befragungen.

Was überrascht Sie an den erhobenen Resultaten am meisten? Auf den ersten Blick erstaunt die Summe von 2,6 Milliarden Franken, welche Herr und Frau Schweizer allein für Schuhe und Kleider im Ausland ausgeben. Bei einem Gesamtmarkt in dieser Kategorie von knapp 11 Milliarden Franken sind das über 20 Prozent. Das heisst im Prinzip, jede fünfte Hose und jeder fünfte Schuh wird im Ausland eingekauft. Das ist verglichen mit den fünf Prozent Auslandseinkäufen über den gesamten Detailhandel hinweg gesehen extrem viel.

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