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Jeder Zweite sieht sich am Ende seiner Karriere

Die Mehrheit der Schweizer setzen auf Sicherheit und meiden das Risiko eines Arbeitsplatzwechsels – trotz fehlender Aufstiegschancen.

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Die Mitarbeitenden in der Schweiz sind ihrem Arbeitgeber gegenüber laut einer Umfrage von EY sehr loyal: Ein Mann vor seinem Bildschirm in einem Grossraumbüro.
Die Mitarbeitenden in der Schweiz sind ihrem Arbeitgeber gegenüber laut einer Umfrage von EY sehr loyal: Ein Mann vor seinem Bildschirm in einem Grossraumbüro.
Martin Rütschi, Keystone
Nur rund die Hälfte glaubt an die eigenen Aufstiegsschancen im Unternehmen: Büroturm in Zürich.
Nur rund die Hälfte glaubt an die eigenen Aufstiegsschancen im Unternehmen: Büroturm in Zürich.
Keystone
Männer sehen dabei für sich etwas mehr Aufstiegsmöglichkeiten als Frauen: Eine Frau mit ihrem Hund in einem Büro.
Männer sehen dabei für sich etwas mehr Aufstiegsmöglichkeiten als Frauen: Eine Frau mit ihrem Hund in einem Büro.
Laurent Gillieron, Keystone
Vier von fünf Befragten gaben an, sich ihrer Firma verbunden zu fühlen. Die Mehrheit der Befragten sieht sich in fünf Jahren noch in derselben Firma: Ein Mann bedient eine Maschine.
Vier von fünf Befragten gaben an, sich ihrer Firma verbunden zu fühlen. Die Mehrheit der Befragten sieht sich in fünf Jahren noch in derselben Firma: Ein Mann bedient eine Maschine.
Christian Beutler, Keystone
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Jeder zweite Arbeitnehmende sieht im eigenen Unternehmen keine Karrierechancen für sich. Trotzdem wollen nur wenige den Job wechseln. Zu diesem Ergebnis kommt eine heute veröffentlichte Umfrage des Beratungsunternehmens EY. Gut die Hälfte der 1000 befragten Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen fühlt sich demnach am Ende der Karriereleiter angekommen.

Männer sehen dabei für sich etwas mehr Aufstiegsmöglichkeiten als Frauen. Nach wie vor böten sich für Frauen nicht die gleichen Karrierechancen wie Männern, heisst es in der Studie. Allerdings wollen Männer auch häufiger Karriere machen als Frauen: Von den Männern, die keine Aufstiegsmöglichkeiten für sich sehen, möchten gemäss der Umfrage 43 Prozent die Karriereleiter erklimmen, bei den Frauen sind es nur 38 Prozent.

Treue Mitarbeitende

Trotz fehlender Karrierechancen sind die Mitarbeitenden ihrem Arbeitgeber laut der Umfrage sehr loyal. Vier von fünf Befragten gaben an, sich ihrer Firma verbunden zu fühlen.

Die Mehrheit der Befragten sieht sich in fünf Jahren noch in derselben Firma. Sorgen um den eigenen Arbeitsplatz macht sich nur eine Minderheit: Fast neun von zehn Beschäftigten schätzen ihren Job als sicher ein.

Geld motiviert zum Jobwechsel

Aktiv nach einem neuen Arbeitgeber suchen gemäss der Umfrage aktuell 5 Prozent, weitere 13 Prozent schauen sich gelegentlich um. Winkt bei einem anderen Arbeitgeber mehr Geld, ist ein Jobwechsel allerdings für viele verlockend: Mehr als ein Drittel der Arbeitnehmer könnte ein höherer Lohn motivieren, den Arbeitgeber zu wechseln.

Für interessantere Arbeitsinhalte würden sich 27 Prozent und für bessere Karrierechancen 23 Prozent einen Wechsel überlegen. Ein Hindernis für einen Jobwechsel ist allerdings der Wohnsitz - zwei Drittel der Befragten wären nach eigenen Angaben nicht bereit, für eine attraktive neue Stelle umzuziehen.

Sicherheit statt Risiko

Die Mitarbeiter setzten auf Sicherheit und mieden das Risiko eines Jobwechsels, wird Barbara Aeschlimann, Personalchefin bei EY Schweiz, in der Medienmitteilung zitiert. Die fehlende Lust auf einen Jobwechsel hat ihrer Ansicht nach Vor- und Nachteile.

Einerseits sei die hohe Verbundenheit für die Arbeitgeber ein gutes Zeichen, findet Aeschlimann. Andererseits benötigte eine dynamische Wirtschaft einen mobilen Arbeitsmarkt und aufstiegsorientierte und veränderungswillige Mitarbeitende. Zudem müssten die Unternehmen genügend Aufstiegsmöglichkeiten bieten.

Für die Studie wurden vom Marktforschungsinstitut Valid Resarch im Februar 1000 Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen befragt.

(SDA)

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