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Kommt die Steuertransparenz schneller, als der Schweiz lieb ist?

Der automatische Informationsaustausch bezüglich Bankkundendaten wird von der OECD forciert und verbreitet sich weiter. Der Schweizer Finanzplatz gerät immer mehr unter Druck.

Ist bald nicht mehr geheim, wer was wo hortet? Schliessfächer in einer Filiale der Credit Suisse.
Ist bald nicht mehr geheim, wer was wo hortet? Schliessfächer in einer Filiale der Credit Suisse.
PD

Es war die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die die Schweiz beim Bank­geheimnis in die Knie zwang – unter Mithilfe der Gruppe der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20). Seither ist die OECD bei Schweizer Politikern je nach politischer Warte geschätzt oder gefürchtet. Die Linke begrüsst Initiativen zur raschen Einführung des automatischen Informationsaustauschs mit ausländischen Steuer­behörden. Die Bürgerlichen sowie Exponenten der Schweizer Finanzbranche hingegen sehen in der OECD einen Stosstrupp zur Einführung des gläsernen Bürgers. Sie favorisieren bilaterale Vereinbarungen über eine Abgeltungs- und Quellensteuer, die den Steuerpflichtigen anonym halten.

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