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Konjunktur-Rückgang: Schweizer kaufen weniger ein

Ausser bei Neuwagen ist die Kauflust der Schweizer im August zurückgegangen. Der starke Franken und die Rezession in Europa sind schuld.

Kaufen ist nicht mehr des Schweizers Lust: Konsumrückgang im August. (Archivbild)
Kaufen ist nicht mehr des Schweizers Lust: Konsumrückgang im August. (Archivbild)
Keystone

Im August sank der Konsumindikator der UBS um deutliche 0,45 Punkte auf 1,03 und liegt damit weit unter dem langjährigen Durchschnitt. Einzig die Immatrikulationen von Neuwagen hätten im Berichtsmonat aufwärts gezeigt, teilt die UBS mit. Das Plus von 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr habe jedoch die insgesamt rückläufige Wachstumsentwicklung in der Schweiz nicht aufhalten können.

Der starke Franken und die allgemeine Rezession in Europa würden sich unterdessen nämlich auch in den Hotelübernachtungen in der Schweiz niederschlagen. Während die Logiernächte der inländischen Gäste im Sommer um 5 Prozent sanken, ging die Zahl der Übernachtungen ausländischer Gäste gar um 7 Prozent zurück, wie die Bank erklärt.

«Hiobsbotschaften» beeinflussen Index

Für den Rückgang des Konsumentenstimmungsindex des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco), der ebenfalls in den UBS-Konsumindikator einfliesst, dürften laut UBS die in der letzten Zeit eingetroffenen «wirtschaftlichen Hiobsbotschaften» aus Europa gesorgt haben. Entsprechend habe im dritten Quartal auch der Detailhandel unter einer schwächeren Geschäftslage gelitten.

Die Grossbank geht jedoch davon aus, dass der Privatkonsum trotz des aktuellen Rückgangs des UBS-Konsumindikators auch weiterhin wachsen wird und eine wichtige Stütze der Schweizer Konjunktur bleibt. Der Indikator wird monatlich von den UBS-Ökonomen erstellt und zeigt jeweils mit einem Vorlauf von drei Monaten die Entwicklung des Privatkonsums in der Schweiz an.

SDA/chk

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