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«Made in Switzerland» ist nur zweite Wahl

In einem Ranking der weltweit angesehensten Herkunftsbezeichnungen steht Exportweltmeister Deutschland zuoberst.

«Swiss made» ist top bei Statussymbolen: Ein Mann geht an der Basel-World-Uhrenmesse am Stand von Perrelet vorbei. (23. März 2017)
«Swiss made» ist top bei Statussymbolen: Ein Mann geht an der Basel-World-Uhrenmesse am Stand von Perrelet vorbei. (23. März 2017)
Georgios Kefalas, Keystone
Die Uhren- und Schmuckbranche leit allerdings seit bald zwei Jahren an sinkenden Verkäufen: Bundesrat Alain Berset( r.) sieht sich zusammen mit Omega-Chef Raynald Aeschlimann an der Basel World Uhrenmodelle an. (23. März 2017)
Die Uhren- und Schmuckbranche leit allerdings seit bald zwei Jahren an sinkenden Verkäufen: Bundesrat Alain Berset( r.) sieht sich zusammen mit Omega-Chef Raynald Aeschlimann an der Basel World Uhrenmodelle an. (23. März 2017)
Georgios Kefalas, Ex-Press
Made in USA landet im Gesamtranking nur auf dem 8. Platz. Die Herkunftsbezeichnung gehört auch zu denen, die in den letzten Monaten am meisten in der Gunst gesunken sind: Fahrzeuge von Caterpillar, dem grössten Baumaschinenhersteller der Welt.
Made in USA landet im Gesamtranking nur auf dem 8. Platz. Die Herkunftsbezeichnung gehört auch zu denen, die in den letzten Monaten am meisten in der Gunst gesunken sind: Fahrzeuge von Caterpillar, dem grössten Baumaschinenhersteller der Welt.
AP Photo/Seth Perlman, Ex-Press
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«Made in Germany» ist das weltweit stärkste Qualitätslabel für Waren und Dienstleistungen. Es lässt damit Vertrauenssiegel anderer globaler Exportnationen wie «Made in USA» oder «Made in UK» zum Teil deutlich hinter sich. Das geht aus dem heute veröffentlichten Made-in-Country-Index (MICI) von Statista hervor.

Die Betreiber einer Datenbank für wirtschaftsrelevante Fakten und Informationen wollten wissen, welche Länder rund um den Globus das beste Image als Hersteller und Exporteur haben und befragte dazu in Zusammenarbeit mit Dalia Research rund 43'000 Konsumenten in 52 Ländern. Die Firma sieht das Ranking als Gradmesser der Markenstärke einzelner Nationen.

Schweiz gleich Status und Authentizität

Das Ergebnis: auf Platz eins des weltweiten Länderrankings kommt «Made in Germany». Zum weltweit führenden Qualitätslabel machen es vor allem die positiven Bewertungen in den Produktkategorien «Qualität» und «Sicherheitsstandards» sowie die grosse Beliebtheit über viele Ländergrenzen der Welt hinweg: Deutschland ist die Nummer Eins in 13 Ländern.

Auf Platz zwei kommt die Schweiz, die vor allem in den Kategorien «Statussymbol» und «Authentizität» weltweit sehr hoch bewertet wurde. Italien punktet beim Design, während Japan für das Attribut «Spitzentechnologie» den höchsten Wert aller Länder erhält. China sticht beim Merkmal «Preis-/Leistungsverhältnis» heraus.

Bemerkenswert ist das Abschneiden des Labels «Made in EU», das erst 2003 von der EU-Kommission ins Leben gerufen wurde. Es landet im weltweiten Ranking auf Platz drei. Seine positive Reputation verdankt das Gemeinschaftslabel vor allem durchgängig hohen Werten auch ausserhalb der EU.

Politik beeinflusst Markenwahrnehmung

Anders dagegen das Hochtechnologieland USA: Die Vereinigten Staaten tauchen beim Made-in-Country-Index nicht in der Top-Gruppe auf. Insgesamt landen die USA auf Platz acht und damit etwa hinter Grossbritannien, Schweden und Kanada. Die Vereinigten Staaten finden sich ausserdem unter den zehn Ländern, deren Image sich in den vergangenen zwölf Monaten am negativsten entwickelt hat.

Doch nicht nur für die USA gilt, dass aktuelle politische Umwälzungen einen nachweisbaren Effekt auf das Image einzelner Produzentenländer haben. Auch die Werte der Türkei oder Griechenlands künden von den jüngsten politischen Entwicklungen und dem damit zusammenhängenden Reputationsschaden für diese Länder.

AP/rub

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