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Merkel und Sarkozy wollen Rettungspaket für Portugal

Deutschland und Frankreich wollen Portugal laut Medienberichten unter den Euro-Rettungsschirm drängen. Ansonsten drohe eine schnell Ausweitung der Krise. Doch Portugal fürchtet die rigorosen Sparauflagen.

Es geht um die Rettung des Euro: Bundeskanzlerin Angela Merkel und Präsident Nicolas Sarkozy im Gespräch.
Es geht um die Rettung des Euro: Bundeskanzlerin Angela Merkel und Präsident Nicolas Sarkozy im Gespräch.
Keystone

Wie das Nachrichtenmagazin «Spiegel» am Samstag vorab berichtete, vermuten Experten beider Länder, dass das finanziell angeschlagene Portugal nicht mehr lange Kredite am Kapitalmarkt werde aufnehmen können. Nur mit Hilfen für Lissabon lasse sich verhindern, dass die Krise auf weitere Länder der Euro-Zone wie Spanien oder Belgien überspringe.

Berlin und Paris werteten demnach als Alarmsignal, dass Portugal in der vergangenen Woche beim Verkauf von Staatsanleihen 3,69 Prozent Zinsen für eine halbjährige Laufzeit bieten musste. Am selben Tag habe Deutschland eine Anleihe mit einer Laufzeit von zehn Jahren für 2,87 Prozent auf den Markt gebracht, berichtete «Der Spiegel». Deutschland und Frankreich rechneten allerdings mit heftigem Widerstand aus Lissabon. Die portugiesische Regierung fürchte die mit den Unterstützungszahlungen verbundenen Sparauflagen. Ausserdem sei EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso Portugiese.

Unbegrenzter Rettungsschirm?

Zeitgleich mit der Hilfe für Portugal sollten die Mitgliedsländer der Euro-Zone dem «Spiegel» zufolge ankündigen, bei Bedarf alle notwendigen Mittel zur Verfügung zu stellen, um die Währungsunion zu retten. Die Massnahme liefe darauf hinaus, dem bislang mit 750 Milliarden Euro ausgestatteten Rettungsschirm notfalls unbegrenzt weiteres Geld zu geben.

(AFP)

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