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Nur zwei von drei KV-Lehrabgängern finden einen Job

Die Stellensituation von KV-Absolventen bleibt prekär. Trotzdem hält der Run auf die Lehrplätze an.

Die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage von KV Schweiz unter 2000 Lehrabgängerinnen und Lehrabgängern sind besorgniserregend: Trotz wirtschaftlicher Erholung haben sich ihre Jobaussichten bloss unwesentlich verbessert – und das, obwohl viele angaben, aktiv auf Stellensuche zu sein. Nur die Hälfte der KV-Absolventen wird vom ehemaligen Lehrbetrieb weiterbeschäftigt, lediglich 14 Prozent finden bei einem neuen Betrieb eine erste Arbeitsstelle. Dabei dürfen sich auch viele dieser Glücklichen nicht auf eine Festanstellung freuen: Jeder Dritte muss sich mit einem befristeten Arbeitsverhältnis begnügen.

Laut KV Schweiz machen überrissene Anforderungen im Arbeitsmarkt den Einstieg ins Erwerbsleben so schwer: «Die Vorstellungen über die nötige Berufserfahrung sind oft absurd», sagt Andrea Ruckstuhl, Leiter Ressort Jugend beim Verband. Die Betriebe würden bei der Einstellung junger Leute auf die Bremse stehen, weil sie einen hohen Aufwand zur Einarbeitung fürchten. Ruckstuhl kritisiert, dass drei Viertel der Betriebe sich um ihre Verantwortung drücken und überhaupt keine Lehrlinge ausbilden. «Wir machen die Erfahrung, dass sich vor allem diese Firmen schwertun, junge Leute anzustellen.»

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