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Öl-Durst lässt kräftig nach

Die Furcht vor einer weltweiten Rezession ist auch auf dem Erdöl-Markt angekommen. Die Organisation erdölexportierender Länder macht sich für nächstes Jahr auf weniger Absatz gefasst.

Wird in auf absehbare Zeit wegen sinkender Nachfrage spärlicher fliessen: Ein Arbeiter bei Rohöltanks in Indonesien.
Wird in auf absehbare Zeit wegen sinkender Nachfrage spärlicher fliessen: Ein Arbeiter bei Rohöltanks in Indonesien.
Reuters

Die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) hat angesichts einer Abschwächung des globalen Wirtschaftswachstums ihre Prognose für die weltweite Rohöl-Nachfrage drastisch gesenkt. Die zwölf Opec-Mitglieder teilten heute in Kairo mit, sie erwarteten in diesem Jahr eine um 150'000 Barrel pro Tag geringere Nachfrage. Im kommenden Jahr würden es voraussichtlich täglich 40'000 Barrel weniger sein.

«Die Ungewissheiten auf dem Ölmarkt nehmen in einer Zeit zu, in der die Erholung der Weltwirtschaft an Schwung verliert und weniger ersichtlich wird», erklärte die Opec in ihrem Marktbericht für September. «In den vergangenen Monaten ist eine Abschwächung des Wachstums in fast jedem grösseren Industriestaat beobachtet worden.»

Berg- und Talfahrt

Die Ölpreise haben in den vergangenen Wochen mit einer Berg- und Talfahrt auf die Krise auf den Kapitalmärkten reagiert. Investoren befürchten zunehmend eine erneute Rezession inmitten der Schuldenkrise in der EU und den USA. Der Bürgerkrieg in Libyen trieb die Preise für die Sorte Brent allerdings zeitweise auf bis zu 120 Dollar das Barrel, im elektronischen Handel in New York wurde das Barrel Öl Brent am Montag dagegen für knapp 110 Dollar gehandelt. Die Sorte West Texas Intermediate (WTI) kostete um die 85 Dollar.

2011 erwartet die Opec nun noch eine weltweite Nachfrage von 87,99 Millionen Barrel täglich, nachdem es im August noch 88,14 Millionen Barrel gewesen waren. 2012 werde eine tägliche Nachfrage von 89,26 Millionen Barrel erwartet.

dapd/ami

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