Pensionskassen erzielen Rekordrenditen

Die finanzielle Situation der Pensionskassen hellt sich weiter auf. Das Ergebnis ist so hoch wie seit 2004 nicht mehr.

Das Nettoergebnis aus Vermögensanlagen hat sich verdoppelt. Ein Rentnerpaar geniesst die Sonne am Zürichsee. (Archivbild) Bild: Gaetan Bally/Keystone

Das Nettoergebnis aus Vermögensanlagen hat sich verdoppelt. Ein Rentnerpaar geniesst die Sonne am Zürichsee. (Archivbild) Bild: Gaetan Bally/Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die finanzielle Situation der Pensionskassen hat sich 2017 positiv entwickelt. Das gute Börsenjahr bescherte den Vorsorgeeinrichtungen Rekordrenditen, die Unterdeckung ging leicht zurück.

Das Nettoergebnis aus Vermögensanlagen verdoppelte sich im Vergleich zum Vorjahr auf 64,2 Milliarden Franken, wie provisorische Ergebnisse des Bundesamtes für Statistik (BFS) vom Freitag. Das ist der höchste Wert seit 2004, als erstmals vergleichbare Zahlen vorlagen.

Unterdeckung abgebaut

Der bisherige Rekordertrag aus Aktien, Obligationen, Immobilien und anderen Anlageformen lag bei rund 56 Milliarden Franken und stammt aus dem Jahr 2009. Im Jahr zuvor hatten die Pensionskassen wegen der Wirtschaftskrise noch einen Nettoverlust von 77 Milliarden Franken einstecken müssen.

Dank dem guten Ergebnis konnte 2017 die Unterdeckung weiter abgebaut werden, und zwar um 6,0 Prozent auf 32,1 Milliarden Franken. Die privatrechtlichen Einrichtungen verzeichneten eine Unterdeckung von bloss noch 287 Millionen Franken, gut 80 Prozent weniger als im Vorjahr. Bei den öffentlich-rechtlichen Kassen verringerte sich die Unterdeckung um 2,7 Prozent auf 31,8 Milliarden Franken.

1,1 Millionen Rentner

Die Wertschwankungsreserven erhöhten sich gemäss der Hochrechnung des BFS im Vergleich zum Vorjahr um fast 47 Prozent auf 84,4 Milliarden. Mit dem Polster können sich die Pensionskassen gegen Börsencrashs wappnen.

Die Zahl der Vorsorgeeinrichtungen mit reglementarischen Leistungen und aktiven Versicherten ging weiter zurück, von 1713 im Vorjahr auf 1650. Diese zählten zum Jahresende 4,2 Millionen aktive Versicherte. 1,14 Millionen Personen bezogen letztes Jahr eine Rente, 2,3 Prozent mehr als 2016. Dazu kamen knapp 45'000 Kapitalbezügerinnen und Kapitalbezüger.

(oli/sda)

Erstellt: 07.09.2018, 15:17 Uhr

Artikel zum Thema

Rosige Aussichten für die öffentlichen Haushalte

Den Sozialversicherungen geht es gut. Doch sollte dies nicht über die anstehenden Herausforderungen bei der Altersvorsorge hinwegtäuschen. Mehr...

Exporte schieben die Schweizer Wirtschaft an

Die Schweizer Wirtschaft ist im zweiten Quartal unerwartet stark gewachsen. Vor allem die Industrie befindet sich auf der Überholspur. Mehr...

Schweiz im Wirtschaftsboom

Fast drei Prozent Wachstum, das prognostizieren die UBS-Ökonomen für 2018. Und eine Arbeitslosigkeit auf sehr tiefem Niveau. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Weiterbildung

Lohncheck in Pflegeberufen

Qualifiziertes Pflegepersonal ist rar. Eine Pflegeinitiative setzt sich darum für höhere Löhne ein.

Kommentare

Abo

Abo Digital - 26 CHF im Monat

Den Tages-Anzeiger unbeschränkt digital lesen, inkl. ePaper. Flexibel und jederzeit kündbar.
Jetzt abonnieren!

Die Welt in Bildern

Explosive Abrüstung: An der Grenze zwischen Süd- und Nordkorea werden die Bewachungsposten abgebaut. (15. November 2018)
(Bild: Jung Yeon-je/Getty Images) Mehr...