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«Philipp Hildebrand hat recht»

Für Simon Johnson, MIT-Professor und ehemaliger Chefökonom des Internationalen Währungsfonds, bewegt sich die Welt auf die nächste Finanzkrise zu. Er nennt die Massnahmen, die man jetzt ergreifen müsste.

«Der Fall der UBS im Herbst 2008 hätte das Land ruinieren können»: Simon Johnson verlangt härtere Vorschriften und mehr Eigenkapital der Banken.
«Der Fall der UBS im Herbst 2008 hätte das Land ruinieren können»: Simon Johnson verlangt härtere Vorschriften und mehr Eigenkapital der Banken.
Keystone

Vier Worte haben die Finanzkrise von 2008 geprägt: Too big to fail. In diversen Ländern sahen sich die Regierungen in jenen schicksalhaften Monaten nach dem Kollaps von Lehman Brothers genötigt, ihre eigenen Banken zu retten. Mittlerweile haben sich die Wogen geglättet. Die Weltwirtschaft scheint wieder zu brummen, die Börsen boomen, Stabilität ist ins Finanzsystem zurückgekehrt. Unter dem Stichwort Basel III hat sich die internationale Staatengemeinschaft zu verschärften Kapitalanforderungen für Banken durchgerungen. Einige Länder, allen voran die Schweiz, arbeiten an noch härteren Vorschriften. «Das wird nicht reichen», sagt Simon Johnson. Der Professor am Massachusetts Institute of Technology und ehemaliger Chefökonom des IWF verlangt von den Banken «viel, viel mehr Eigenkapital», denn es sei bloss eine Frage der Zeit bis zur nächsten Finanzkrise.

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