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Saudi 2.0

Verschwendung im Wüstenstaat war gestern. Jetzt muss sich Saudiarabien wegen fehlender Petro-Dollars neu erfinden. Was anders wird, warum es ein 30-Jähriger richten muss.

Der Blick gen Himmel bringt Licht – und vielleicht die Idee einer Zukunft, die viel Neues bringt: Männer in Saudiarabien, die mit Schutzbrillen eine Sonnenfinsternis beobachten. (15. Januar 2010)
Der Blick gen Himmel bringt Licht – und vielleicht die Idee einer Zukunft, die viel Neues bringt: Männer in Saudiarabien, die mit Schutzbrillen eine Sonnenfinsternis beobachten. (15. Januar 2010)
Reuters

Saudiarabien und seine gut 27 Millionen Einwohner – von denen rund 60 Prozent unter 30-jährig sind – müssen sich auf gänzlich neue Zeiten einstellen. Absehbar zu Ende geht eine Epoche, in der die Saudis von der Wiege bis zur Bahre in den Genuss generöser staatlicher Zuwendungen kamen, gespiesen aus einem unerschöpflichen Geldfluss aus weltweit verkauftem Rohöl. Der dramatische Ölpreiszerfall – von über 110 Dollar pro Fass im Sommer 2014 bis auf unter 40 Dollar aktuell – und die durch die saudiarabische Kriegsführung im Nachbarland Jemen bedingten Ausgabensteigerungen haben den Staatshaushalt des Königreichs jedoch in schwere Schieflage gebracht.

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