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Schweiz exportiert weniger Waffen

Die Schweiz hat im ersten Halbjahr 2010 weniger Rüstungsmaterial in das Ausland verkauft als im Jahr zuvor. Grösster Kunde bleibt Deutschland.

Wie aus der am Dienstag veröffentlichten Statistik der Eidg. Zollverwaltung (EZV) hervorgeht, ging der Waffenexport um knapp 12 Prozent auf noch 292 Millionen Franken zurück. Am deutlichsten sanken die Ausfuhren nach Dänemark. Im ersten Halbjahr 2009 hatten Schweizer Rüstungsfirmen Güter im Wert von 56,5 Millionen dorthin geliefert. Es handelte sich vor allem um Militärfahrzeuge der Kreuzlinger Firma Mowag. In diesem Jahr bezog Dänemark nur noch Kriegsmaterial im Wert von 10,4 Millionen.

Deutlich verminderte sich gemäss Angaben des EZV-Communiqués die Ausfuhr auch nach Belgien, das noch für 18,1 Millionen (Vorjahr: 29,4 Millionen) einkaufte. Auch hier handelte es sich um Mowag- Fahrzeuge.

Deutschland als wichtigster Kunde

Hauptabnehmer für Schweizer Rüstungsgüter war im ersten Halbjahr 2010 Deutschland, das Waffen und Waffenkomponenten im Wert von 67,2 Millionen Franken einkaufte. Auf den Rängen zwei und drei der Abnehmerländer lagen Saudiarabien und Grossbritannien mit 31,8 respektive 29,3 Millionen Franken. Dahinter folgen die USA mit einem Einkaufs-Volumen von 14,6 Millionen Franken sowie Pakistan, das zu Jahresbeginn für über 13 Millionen Franken Munition für Fliegerabwehrgeschütze einkaufte.

In den letzten 25 Jahren hatte sich das Exportvolumen für Kriegsmaterial aus der Schweiz zwischen 141 und rund 720 Millionen Franken pro Jahr bewegt. In den letzten beiden Jahren wurden die Höchststände von 722 respektive 727 Millionen Franken erreicht. Gemessen am Gesamtexportvolumen der Schweiz sind die Waffenausfuhren bescheiden. Letztes Jahr waren nur 0,39 Prozent aller ausgeführten Güter Kriegsmaterial.

SDA/raa

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