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Schweizer Handel mit gemischten Zahlen

Der Schweizer Handel ist im vergangenen Jahr um 1,9 Prozent gewachsen. Die Wertschöpfung der Branche, die mehr als 600'000 Menschen beschäftigt, entwickelte sich aber unterdurchschnittlich.

Autos stachen Gross- und Detailhandel aus: Ein Autohändler bietet seine Fahrzeuge in Aathal ZH mit einem Euro Bonus an. (15. September 2011)
Autos stachen Gross- und Detailhandel aus: Ein Autohändler bietet seine Fahrzeuge in Aathal ZH mit einem Euro Bonus an. (15. September 2011)
Keystone

Im Vergleich zu 2010 legte der Gesamthandel um 1,3 Prozent zu, wie der Verband Handel Schweiz am Donnerstag anhand einer Studie der Konjunkturforschungsstelle BAK Basel vor den Medien in Zürich bekannt gab.

Die gesamte Bruttowertschöpfung des Handels erreichte teuerungsbereinigt 62,7 Milliarden Franken. Damit hat sich der Handel schwächer entwickelt als die Gesamtwirtschaft. Für diese hatte das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) vor zwei Monaten eine Wachstumsrate von 1,9 Prozent für das Gesamtjahr 2011 errechnet.

Autohandel wächst am stärksten

Am stärksten wuchs der Autohandel, der von der Euro-Schwäche profitiert haben dürfte, die ausländische Autos billiger macht. Der Autohandel legte um 3,6 Prozent auf 6,49 Milliarden Fr. zu. Der Grosshandel verbesserte sich um 1,3 Prozent auf 32,13 Milliarden Franken. Schlusslicht beim Wachstum war laut der Studie der Detailhandel, der seine Bruttowertschöpfung lediglich um 0,6 Prozent auf 24,11 Milliarden Fr. steigerte.

Im Handel wird die Bruttowertschöpfung berechnet als Bruttomarge (Umsatz minus Wareneinkauf) abzüglich der Vorleistungen, die für die Erstellung der Dienstleistung nötig sind. Dazu gehören beispielsweise Materialeinsatz, Energie oder Raummiete.

Die Zahl der Erwerbstätigen stieg im Autohandel um rund 900 auf 100'310 Personen und im Grosshandel um 4700 auf 231'330 Erwerbstätige. Dagegen sank sie im Detailhandel ganz leicht um 440 auf 346'210 Erwerbstätige.

SDA/rub

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