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Schweizer sind mit grossem Vorsprung Vermögensweltmeister

Geld wie Heu: Schweizer besitzen nach wie vor das weltweit grösste Privatvermögen pro Kopf. Allerdings wird der Zuwachs von Jahr zu Jahr kleiner.

bh

Die kräftige Erholung der globalen Geldvermögen, die nach der Finanzkrise 2007/08 beobachtet werden konnte, ist im letzten Jahr abrupt zum Stillstand gekommen. So das Ergebnis des heute veröffentlichten «Allianz Global Wealth Report». Zwar kletterte das Brutto-Geldvermögen der Privathaushalte in den 52 untersuchten Ländern auf 103,3 Billionen Euro – so viel wie noch nie. Der Zuwachs von 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr wird allerdings von der Inflation vollständig aufgezehrt.

Berücksichtigt man das Bevölkerungswachstum, liegt der Zuwachs noch niedriger: Pro Kopf stieg das Brutto-Vermögen der Privathaushalte lediglich um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Unsicherheit, niedrige Zinsen und die Eurokrise würden ihre Spuren in der Vermögensentwicklung hinterlassen, schreibt die Allianz. Seit dem Jahr 2000 hat es gemäss dem Report keine realen Vermögenszuwächse gegeben.

Schweiz stagniert auf sehr hohem Niveau

Die Studie zeigt, dass sich die globale Vermögensverteilung in den vergangenen Jahren verändert hat. In den aufstrebenden Volkswirtschaften Asiens und Lateinamerikas wuchs das Netto-Geldvermögen – also das Brutto-Vermögen minus Schulden – seit der Jahrhundertwende im Durchschnitt mit zweistelligen Raten. Im Gegenzug gingen die Pro-Kopf-Vermögen in den wohlhabenden Ländern seit 2007 leicht zurück.

Im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Ländern verzeichnete die Schweiz laut dem Report im vergangenen Jahr zumindest ein bescheidenes Plus: So stieg das Netto-Geldvermögen pro Kopf um 0,6 Prozent. Insgesamt aber liegt der 2011er-Wert immer noch knapp 8 Prozent unter dem Vor-Krisen-Höchstwert aus dem Jahr 2007. Bei langfristiger Betrachtung ist in der Schweiz nahezu eine Stagnation der Netto-Geldvermögen pro Kopf zu konstatieren (Jahresrate seit 2000: +0,3 Prozent).

Im globalen Vergleich belegt die Schweiz Ende 2011 mit einem Netto-Geldvermögen pro Kopf von 138'060 Euro mit grossem Abstand Platz eins der Rangliste der reichsten Länder (siehe Grafik oben). Auf den Plätzen zwei und drei folgen Japan und die USA.

(SDA)

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