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Skandalumwitterter Hedgefonds-Gründer muss wohl ins Gefängnis

Der grösste Fall von Insiderhandel endet für den Hauptangeklagten wohl im Gefängnis. Ein US-Gericht hat den Milliardär Raj Rajaratnam in allen Punkten für schuldig befunden. Ihm drohen bis zu 20 Jahre Haft.

Da war er noch guten Mutes: US-Milliardär Raj Rajaratnam auf dem Weg zur Gerichtsverhandlung.
Da war er noch guten Mutes: US-Milliardär Raj Rajaratnam auf dem Weg zur Gerichtsverhandlung.
Keystone

Ein ehemaliger Hedgefonds-Gründer, der mit vertraulichen Informationen an der Wallstreet Millionengewinne gemacht hat, ist gestern des Insiderhandels schuldig gesprochen worden. Der Prozess gegen Raj Rajaratnam war nach Angaben der Staatsanwaltschaft der bislang grösste solche im Zusammenhang mit Hedgefonds.

Rajaratnam hatte laut Anklage dank illegaler Tipps im Umfang von insgesamt mehr als 60 Millionen Dollar Gewinne gemacht und Verluste vermieden. Sein Hedgefonds Galleon wurde damit auf Kosten normaler Anleger zum Erfolg.

45 heimlich aufgenommene Tonbänder

46 Männer und Frauen stehen unter Verdacht, Komplizen gewesen zu sein; 34 davon sind mittlerweile verurteilt, wie «Spiegel online» berichtet. Rajaratnam selbst leugnete seine Schuld bis zuletzt. Er sagte, er habe sich die Informationen auf legalem Wege beschafft. Die Ermittlungen zu dem Insiderhandel dauerten über sechs Jahre.

Im Prozess gegen den 53-Jährigen legte die Anklage 45 Tonbänder mit heimlich aufgezeichneten Gesprächen vor. Betrug sei ein Teil von Rajaratnams Geschäftsmodell gewesen, sagte Staatsanwalt Reed Brodsky vor Gericht. Rajaratnam bleibt bis auf weiteres gegen Kaution auf freiem Fuss. Das Strafmass wird am 29. Juli verkündet.

SDA/ dapd/pbe

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