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SMI überflügelt Europas Börsen

Der Schweizer Leitindex hat den fünften Tag in Folge Gewinne verbucht. Roche, Novartis und Nestlé trugen einen grossen Teil dazu bei.

Der Schweizer Aktienmarkt hat heute erneut zugelegt, musste gegen Handelsschluss allerdings einen Teil der Tagesgewinne im Sog sinkender US-Märkte preisgeben.Dank der deutlichen Avancen der defensiven Schwergewichte Roche, Novartis und Nestlé überflügelte der SMI die europäischen Hauptmärkte und konnte den fünften Tag in Folge Gewinne verbuchen. Der Leitindex SMI schloss 0,52 Prozent im Plus bei 5681,57 Punkten. Der breite Swiss Performance Index (SPI) stieg um 0,35 Prozent auf 5149,44 Stellen. Der deutsche Aktienmarkt hat mit Verlusten geschlossen. Nach der Rally des Vortages verlor der DAX 0,9 Prozent auf 6.036 Punkte.

Im verunsicherten Börsenumfeld schlossen die Pharmatitel Roche ( 1,6 Prozent) und Novartis ( 1,2 Prozent) deutlich fester. Zu den Tagesgewinnern gehörten aber auch einige zyklische Titel wie Holcim ( 1,2 Prozent) oder Adecco ( 0,9 Prozent), die im Vorfeld des US- Arbeitsmarktberichts vom Freitag zulegten.

Julius Bär legt zu

Sehr uneinheitlich schlossen die Finanzwerte. Von den Bankentiteln konnten Julius Bär ( 1,8 Prozent) deutlich zulegen, während die Grossbankenaktien CS (-1,5 Prozent) und UBS (-1,9 Prozent) zu den Tagesverlierern gehörten. Beide Titel hatten allerdings am Vortag nach der Geldspritze der Nationalbanken noch zu den stärksten Gewinnern gezählt.

Bei der UBS wurde heute bekannt, dass der neue CEO Sergio Ermotti damit begonnen hat, seine Führungsmannschaft umzukrempeln. Unter anderem hat er per sofort die bisherige Risikochefin Maureen Miskovic, die erst zu Jahresbeginn von Lehman Brothers zur UBS stiess, durch Philip Lofts ersetzt. Die Rochade an der Führungsspitze wurde am Markt allerdings als neutral für die Aktienentwicklung eingestuft.

Im breiten Markt brachen Publigroupe (-8,8 Prozent) nach einer Gewinnwarnung und der Ankündigung einer weiteren Umstrukturierung des Bereichs Media Sales regelrecht ein. Analysten sprachen indes von einem Schritt in die richtige Richtung. Noch massivere Verluste mussten Meyer Burger (-9,1 Prozent) hinnehmen. Goldman Sachs revidierte seine Gewinnschätzungen und sein Kursziel für die Titel des Solarunternehmens drastisch nach unten.

sda/dapd/miw

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