Zum Hauptinhalt springen

SNB intervenierte wieder stark am Devisenmarkt

Die Schweizer Notenbank musste wahrscheinlich auch in der vergangenen Woche den Euro-Mindestkurs vehement verteidigen. Die Giroguthaben der Schweizer Banken legten um zehn Milliarden Franken zu.

Hat in der Finanzkrise viel zu tun: Ein Bauschild steht vor dem Sitz der SNB in Bern. (5. April 2012)
Hat in der Finanzkrise viel zu tun: Ein Bauschild steht vor dem Sitz der SNB in Bern. (5. April 2012)
Reuters

Das Wachstum der Konten von Schweizer Banken bei der Schweizerischen Nationalbank (SNB) hat sich weiter verlangsamt. In der vergangenen Woche (bis zum 29. Juni) wuchsen die Giroguthaben um rund zehn Milliarden auf 238 Milliarden Franken, wie die SNB heute bekannt gibt.

In der Woche davor hatten die Giroguthaben um rund 15,5 Milliarden Franken zugelegt. Die SNB erläutert die Faktoren nicht, auf welche die Veränderungen der Guthaben zurückzuführen ist.

Indikator für Devisen-Intervention

Analysten gilt die Entwicklung der Guthaben aber als Indikation dafür, wie stark die SNB am Devisenmarkt zur Verteidigung des Euro-Mindestkurses von 1,20 Franken interveniert. Grundsätzlich kann die SNB neben Devisen-Swaps auch Repo-Transaktionen einsetzen, um die Giroguthaben zu senken oder zu erhöhen.

Daneben sind die unverzinsten Giroguthaben davon abhängig, wie stark die Banken die Mittel für ihre Geschäftszwecke einsetzen oder als Sicherheitsrücklage halten.

Grosse Devisenkäufe der SNB

Im Mai hatte die SNB Devisen im Gegenwert von rund 60 Milliarden Franken gekauft, um eine Franken-Aufwertung zu verhindern, wie von der SNB veröffentlichten Daten für eine Statistik des Internationalen Währungsfonds zu entnehmen war.

Seit sie den Euro-Mindestkurs zum Franken eingeführt hat, versichert die Notenbank, sie werde diesen mit aller Konsequenz im Markt durchsetzen. Ende letzter Woche hatte SNB-Präsident Thomas Jordan erneut betont, es gebe «auf absehbare Zeit keine Alternative zum Mindestkurs».

SDA/rub

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch