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SNB weist 16,2 Milliarden Franken Gewinn aus

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) verzeichnet für die Monate Juli bis September einen grossen Gewinn. Die Neunmonatsbilanz ist jedoch noch immer tiefrot.

Vor allem die Aufwertung der Fremdwährungsbestände hat zum jüngsten Gewinn beigetragen: Zwei Männer gehen an der Nationalbank in Bern vorüber.
Vor allem die Aufwertung der Fremdwährungsbestände hat zum jüngsten Gewinn beigetragen: Zwei Männer gehen an der Nationalbank in Bern vorüber.
Peter Klaunzer, Keystone

Erstmals seit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses Mitte Januar weist die Schweizerische Nationalbank (SNB) wieder einen Quartalsgewinn aus. Nach den ersten neun Monaten beträgt der Verlust aber immer noch 33,9 Milliarden Franken. Mitte Jahr hatte das Minus noch bei 50,1 Milliarden Franken gelegen. Das verbesserte Resultat ist auf einen Gewinn der SNB im dritten Quartal von 16,2 Milliarden Franken zurückzuführen.

Vor allem die Währungskurse mit der Abschwächung des Frankens haben sich in den Monaten Juli bis September positiv ausgewirkt. So betrug allein der Gewinn auf Fremdwährungspositionen 15,9 Milliarden Franken, wie aus dem heute veröffentlichten Quartalsbericht der SNB hervorgeht.

Auch die seit dem 22. Januar 2015 erhobenen Negativzinsen von 0,75 Prozent auf Girokonten machten sich bemerkbar. Sie sind im Wesentlichen dafür verantwortlich, dass auf den Frankenpositionen erneut ein Gewinn von 360 Millionen Franken ausgewiesen werden konnte. Auf dem Goldbestand resultierte dagegen ein Bewertungsverlust von 83,3 Millionen Franken.

Bisherige Verluste noch nicht aufgeholt

Trotz des Gewinns in den letzten drei Monaten bleibt das Ergebnis über die ersten neun Monate gesehen klar negativ. Mit einem Kurs von 1,09 Franken per 30. September liegt der Franken-Eurokurs nämlich immer noch rund 10 Prozent über der Marke von 1,20 vom 31. Dezember 2014.

Dieser Umstand führte von Januar bis September zusammengerechnet zu Verlusten von 31,3 Milliarden Franken auf Fremdwährungspositionen. Auch auf den Goldbeständen resultiert ein Minus von 3,3 Milliarden Franken.

«Welt»-Wirtschaftsredaktor Holger Zschäpitz macht den «Währungskrieg» nach der Aufhebung des Mindestkurses für den Milliardenverlust verantwortlich.

SDA

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