Zum Hauptinhalt springen

S&P droht USA mit radikaler Herabstufung

Bereits am 4. August könnte der Super-GAU der Finanzwelt eintreten: Zahlt die US-Regierung die fälligen Anleihen nicht zurück, wird die Agentur Standard & Poor's das Rating direkt von «AAA» auf «D» anpassen.

Die US-Kreditwürdigkeit ist unter strenger Beobachtung: Logo von S&P am Sitz in New York. (29. April 2010)
Die US-Kreditwürdigkeit ist unter strenger Beobachtung: Logo von S&P am Sitz in New York. (29. April 2010)
Keystone

Die Ratingagentur Standard & Poor's droht den USA im Fall der Zahlungsunfähigkeit mit einer radikalen Herabstufung ihrer Kreditwürdigkeit. Sollten die USA am 4. August fällig werdende Staatsanleihen nicht zurückzahlen können, würden diese unmittelbar auf «D» heruntergestuft.

Die Bonitätsnote werde sofort gesenkt, es gebe keine Schonfrist, sagte S&P-Geschäftsführer John Chambers der Nachrichtenagentur Reuters. Auch andere US-Schuldscheine würden herabgestuft, aber nicht in diesem Ausmass. S&P hatte die USA im April vor einem Entzug ihrer bisherigen Bonitäts-Höchstnote «AAA» gewarnt. Chambers betonte, eine Zahlungsunfähigkeit sei aber extrem unwahrscheinlich.

Streit um Schuldengrenze

Die USA hatten Mitte Mai die gesetzlich erlaubte Schuldengrenze erreicht und dürfen sich kein frisches Geld mehr leihen. Das Finanzministerium kann nach eigenen Angaben mithilfe von Sondermassnahmen nur noch bis zum 2. August Mittel auftreiben, um Rechnungen zu begleichen. Sollte sich der Kongress nicht auf eine Anhebung der Schuldenobergrenze einigen, droht der Regierung in Washington die Zahlungsunfähigkeit.

SDA/rub

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch