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Spekulationsblasen sind sein Element

Der ETH-Professor Didier Sornette will vorhersagen können, wann uns der nächste Börsencrash erwartet.

Sein Experiment könnte die Welt verändern – sofern es denn gelingt. Professor Didier Sornette will heute an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürich erstmals den Beweis antreten, dass sich Finanzblasen mit mathematischen Modellen voraussagen lassen. Der Physiker glaubt zu wissen, wonach Ökonomen immer wieder gesucht haben. Denn lassen sich Spekulationsblasen frühzeitig erkennen, wird die Welt auch viel seltener von Wirtschaftskrisen erschüttert.

Nach Sornettes Theorie entstehen Finanzblasen ähnlich wie Erdbeben oder epileptische Anfälle. Es handelt sich um sich selbst verstärkende Prozesse – bis es zum Eklat kommt. Bei Spekulationsblasen steigen die Preise weit über die reale Wert- entwicklung hinaus. Der Franzose will sie daran identifizieren, dass sie nicht einfach hohe Wachstumsraten vorweisen, sondern auch die Raten selbst stark ansteigen. Der Forscher spricht von «super-exponentiellen» Zuwächsen, die seine Computer unter all den normalen Ausreissern ausfindig machen sollen.

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