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Star-Investoren verabschieden sich vom Gold

George Soros hat im zweiten Quartal 2011 seine Goldbestände weiter reduziert. Die Entwicklung des Goldpreises sei die «ultimative Blase». Andere Grössen ziehen nach.

Grosse US-Investoren wie George Soros, Barry Rosenstein von Jana Partners oder Paul Touradji von Touradji Capital Management haben sich weiter aus dem Edelmetall zurückgezogen. Dies geht aus Meldungen an die US-Finanzaufsicht SEC hervor. Bereits im ersten Quartal 2011 hatten die Finanzprofis börsennotierte Indexfonds (ETFs) und andere Finanzprodukte, die in Gold investieren, in grossem Stil verkauft.

In den USA sind institutionelle Investoren dazu verpflichtet, ihre Transaktionen quartalsweise an die Securities and Exchange Commission (SEC) zu melden. Diese Dokumente bieten einen guten Einblick in die Geschäfte von Hedgefonds. Um in Gold zu investieren, hatten die Wallstreet-Grössen vor allem auf börsennotierte Indexfonds zurückgegriffen, die Barren in ihren Portfolios hielten.

Soros besass Ende Juni Anteile am weltweit grössten Produkt dieser Art, dem SPDR Gold Shares, im Wert von sechs Millionen Dollar, wie der SEC-Bericht zeigte. Ende März waren es noch sieben Millionen Dollar gewesen, Ende 2010 sogar 774 Millionen Dollar.

«Ultimative Blase»

In den vergangenen Jahren hatte Soros die Engagements seiner Hedgefonds in Gold-ETFs schrittweise ausgebaut. Doch bereits Anfang 2010 war er skeptischer geworden und hatte die Entwicklung des Goldpreises als «ultimative Blase» bezeichnet. Im Zuge der jüngsten Finanzkrise und anhaltenden Unsicherheit haben Investoren verstärkt in Gold investiert. Damit haben sie den Preis des Edelmetalls von einem Rekord zum nächsten getrieben. Das zweite Quartal 2011 war das elfte Quartal in Folge, in dem der Goldpreis auf Dollar-Basis gestiegen ist. Am vergangenen Donnerstag kostete eine Feinunze des Edelmetalls mit 1813.79 Dollar so viel wie noch nie.

Paul Touradji, der einen der weltweit grössten Rohstoff- Hedgefonds managt, hat im zweiten Quartal alle seine Anteile am SPDR Gold Shares verkauft. Diese hatten einen Wert von rund 25 Millionen Dollar. Auch Barry Rosenstein, Chef des Vermögensverwalters Jana Partners, hat sich aus Gold zurückgezogen: Er reduzierte seine Investitionen in den SPDR Gold Shares von etwa 204'000 Anteilen Ende März 2011 auf rund 154'000 Anteile. Diese sind nach dem aktuellen Preis etwa 27 Millionen Dollar wert. Gold-Daueroptimist John Paulson blieb seinen Investments dagegen treu.

(SDA)

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