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Tief sitzender «Unsicherheitsschock»

Was bringen die Bilateralen der Schweiz? Ein Jahr nach Annahme der Masseneinwanderungsinitiative legen die KOF-Ökonomen eine Bestandsaufnahme vor.

Seit dem Ja zur Masseneinwanderungsinitiative verharren die Unternehmen in einer Art Schockstarre: Abstimmungsplakat im Vorfeld der Abstimmung vom 9. Februar 2014.
Seit dem Ja zur Masseneinwanderungsinitiative verharren die Unternehmen in einer Art Schockstarre: Abstimmungsplakat im Vorfeld der Abstimmung vom 9. Februar 2014.
Steffen Schmidt, Keystone

Es sind wohl Zahlen, die nicht nur heute immer wieder zitiert werden: Um 10'000 bis 15'000 Menschen hat sich die jährliche Zuwanderung in die Schweiz zwischen 2002 und 2012 aufgrund des Personenfreizügigkeitsabkommens mit der EU erhöht. Die Schätzung, heute von der Konjunkturforschungsstelle an der ETH Zürich (KOF) veröffentlicht, mutet auf den ersten Blick relativ bescheiden an. Es handelt sich indes um eine Nettozahl, die Ergebnis gegenläufiger Entwicklungen ist. Als Folge der Personenfreizügigkeit sind laut KOF-Berechnungen pro Jahr 16'300 bis 26'300 mehr Zuwandernde im erwerbsfähigen Alter aus den EU-/Efta-Staaten zu uns gekommen – doch bis zu 50 Prozent dieser Zahl wurde «kompensiert» durch eine geringere Migration aus sogenannten Drittstaaten.

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