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UBS plant Oswald Grübels Abgang

Die Bank sucht nach Medieninformationen diskret nach einem Topbanker, der den 67-jährigen Bankchef ersetzen soll. Auch sonst hat die UBS nach der hitzigen Generalversammlung einiges zu tun.

Sollen ihre eigenen Nachfolger finden: Oswald Grübel (links) und Kaspar Villiger an der UBS-GV vom 14. April.
Sollen ihre eigenen Nachfolger finden: Oswald Grübel (links) und Kaspar Villiger an der UBS-GV vom 14. April.

Die UBS sucht nach einem Nachfolger für Oswald Grübel, wie die «NZZ am Sonntag» heute berichtet. Die Bank habe sich dafür einen ungefähren Zeitrahmen von 12 bis 18 Monaten gesetzt, so das Blatt weiter. Der 67-jährige Grübel war gezielt angestellt worden, um die Bank aus der Krise zu führen und zu stabilisieren.

Wichtig ist eine rasche Nachfolgeregelung für den Chefposten auch deshalb, weil VR-Präsident Kaspar Villiger, 69 Jahre alt, ebenfalls in den nächsten Jahren zurücktreten wird. «Der Verwaltungsrat ist sich darüber einig, dass die Ablösung gestaffelt erfolgen muss», so die «NZZ am Sonntag». Villiger soll Grübels Nachfolge regeln, bevor er selber abtritt.

Es bleibt viel zu tun

Die Stimmung im Verwaltungsrat der Bank sei gut, auch nachdem die UBS-Aktionäre die Décharge für das Jahr 2007 für die früheren Chefs verweigert haben. Die Bankspitze habe viel Lob dafür erhalten, die UBS in die Gewinnzone zurückgeführt zu haben.

Trotzdem bleibt jetzt viel zu tun: Neben der Nachfolge für die beiden obersten Chefs ist ausserdem ein Verwaltungsrat zu finden. Nach wie vor ist ein Sitz frei. Laut der Zeitung, die auf Kreise im Verwaltungsrat verweist, wolle man dort insbesondere die Wachstumsregion Asien stärker vertreten haben.

Künftig ist Möglichkeit auf Malus zwingend

Ausserdem muss sich die Bank um ein nachhaltiges Vergütungssystem kümmern. Die Aktionäre kritisierten an der Generalversammlung den Bericht zu den Gehältern im vergangenen Jahr stark. Vor allem aber hat die Finanzmarktaufsicht Finma an sämtliche Banken ein Rundschreiben mit dem Titel «Vergütungssysteme» verschickt, das Honorarprogramme ohne die Möglichkeit eines Malus bei schlechter Leistung ausschliesst. Nur wer auch Mali möglich macht, darf also künftig Boni ausschütten.

Das neue, eigentlich ab diesem Jahr gültige Bonusprogramm der UBS, das den obersten 900 Managern in fünf Jahren Boni bis zu 3 Milliarden bescheren könnte, dürfte damit überflüssig geworden sein. Tatsächlich berichtet die «Sonntagszeitung», die Finma nehme dieses Programm zurzeit genauer unter die Lupe. Ein Sprecher der Aufsichtsbehörde hat das gegenüber dem Blatt bestätigt.

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