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Ukrainekrise schwächt Weltwirtschaft

Die Weltbank schlägt Alarm: Schon zum dritten Mal in Folge dürfte das Wirtschaftswachstum der Entwicklungs- und Schwellenländer in diesem Jahr unter fünf Prozent liegen.

thu
Die Wirtschaftszahlen von Indien sind enttäuschend: Angestellte des Unternehmens Tata Motors in einer Fabrik in Sanand, Indien. (Archivbild)
Die Wirtschaftszahlen von Indien sind enttäuschend: Angestellte des Unternehmens Tata Motors in einer Fabrik in Sanand, Indien. (Archivbild)
Ajit Solannki, Keystone

Die Weltbank macht sich Sorgen über die andauernde Konjunkturschwäche in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Laut ihrem jüngsten Wirtschaftsausblick dürfte das Wachstum in diesen Staaten in diesem Jahr bereits zum dritten Mal in Folge unter fünf Prozent bleiben.

Dies sei zu wenig, um dort genügend Arbeitsplätze zu schaffen und das Leben der ärmsten 40 Prozent der Weltbevölkerung entscheidend zu verbessern, sagte Weltbank-Präsident Jim Yong Kim in Washington laut einer Mitteilung bei der Vorstellung des Berichtes. Vor allem die Zahlen für das südliche Afrika, Indien und den Nahen Osten seien enttäuschend.

Für das laufende Jahr senkte die Weltbank ihre Wachstumsprognose für die Entwicklungs- und Schwellenländer auf 4,8 Prozent. Im Januar hatte sie noch mit 5,3 Prozent gerechnet. Mit Blick auf die kommenden beiden Jahre hält die Weltbank jedoch an ihrer Prognose fest, dass die Wirtschaft der aufstrebenden Staaten insgesamt um 5,4 und 5,5 Prozent wachsen wird.

Eurozone über den Erwartungen

Auch ihre Schätzung des Wachstums der gesamten Weltwirtschaft reduzierte die Organisation. 2014 lege das Bruttoinlandprodukt (BIP) insgesamt nur um 2,8 Prozent statt um 3,2 Prozent zu, wie im Januar noch erwartet worden war.

Grund für die Korrektur ist die Ukraine-Krise und der ungewöhnlich harte Winter in den USA. Für ihren neuen Ausblick nahmen die Experten an, dass der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland anhält, sich aber nicht weiter zuspitzt. Eine Eskalation könne das Vertrauen weiter beschädigen und dazu führen, dass Geld erst später investiert werde.

Unverändert blieb aber die Aussicht auf 2015 und 2016. Dann betrage der Zuwachs 3,4 beziehungsweise 3,5 Prozent. Für das Vorjahr wurde das Wachstum mit 2,4 Prozent berechnet.

Deutlich besser als bisher angenommen dürfte sich die Konjunktur laut der Weltbank in der Eurozone entwickeln. Während die Wachstumsrate wie bislang angenommen in diesem Jahr bei 1,1 Prozent liegen soll, steigt sie demnach 2015 auf 1,8 Prozent und 2016 auf 1,9 Prozent. Bislang lagen die Prognosen bei 1,4 und 1,5 Prozent.

(SDA)

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