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Und wieder eine Pleite abgewendet

Mit einer Auktion von Staatsanleihen im Wert von vier Milliarden Euro hat Griechenland einen Bankrott knapp verhindert.

Die Lage bleibt angespannt: Die griechische und die europäische Flagge in Athen.
Die Lage bleibt angespannt: Die griechische und die europäische Flagge in Athen.
Keystone

Mit der grössten Auktion von Staatsanleihen seit zwei Jahren hat Griechenland 4,06 Milliarden Euro eingenommen und braucht damit vorerst keine weiteren Notkredite. Mit dem Erlös kann die Regierung in Athen eine am 20. August fällige Anleihe von 3,2 Milliarden Euro bei der Europäischen Zentralbank fristgerecht bedienen.

Bei der Auktion von Papieren mit einer 13-wöchigen Laufzeit wurden allerdings bei geringer Nachfrage höhere Zinsen fällig. Im Vergleich zum Vormonat stieg der Zins von 4,28 Prozent auf 4,43 Prozent. Die Auktion war zudem nur um 1,36-fach überzeichnet, während bei einer vergleichbaren Versteigerung im Juli noch ein Wert von 2,12 erreicht wurde. Für deutsche Staatsanleihen gibt es zum Vergleich kaum noch Zinsen.

Reformprozess kommt schleppend voran

Der griechische Analyst Manos Chadzidakis sprach dennoch von einem Erfolg für sein Land, trotz der höheren Kosten und der geringeren Nachfrage. Griechenland ist zur Finanzierung seines Haushalts seit Mai 2010 auf Hilfen der Europäischen Union und des Internationalen Währungsfonds angewiesen. Seitdem gab es deutliche Kürzungen bei den Sozialausgaben und die Steuern stiegen. Weil das Land seit 2008 praktisch ununterbrochen in einer Wirtschaftskrise steckt, ist die Arbeitslosigkeit deutlich gestiegen. Ende des Jahres dürfte sie bei 20 Prozent liegen.

Der nur schleppend vorankommende Reformprozess hat dazu geführt, dass eine weitere Tranche an Krediten über 31 Milliarden Euro frühestens nächsten Monat bereitgestellt werden soll. Voraussetzung dafür sind weitere Kürzungen im Staatshaushalt von 11,5 Milliarden Euro in den Jahren 2013 und 2014, die bis Ende des Monats feststehen müssen.

dapd/bru

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