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«Unfähige Arbeitnehmer können nicht durch fähige ersetzt werden»

Das hoch verschuldete Portugal erhält eine neue Regierung. Wird nun alles besser? Gregor Zemp, Leiter der schweizerisch-portugiesischen Handelskammer in Lissabon, über Arbeitsmarkt und Steuermoral in seiner Wahlheimat.

Er ist mit seiner Weisheit am Ende: José Sócrates, sozialistischer Ministerpräsident seit 2005, muss die Macht in Portugal abgeben.
Er ist mit seiner Weisheit am Ende: José Sócrates, sozialistischer Ministerpräsident seit 2005, muss die Macht in Portugal abgeben.
Keystone
Sócrates hatte nach einer verlorenen Parlamentsabstimmung über ein Sparpaket vorzeitige Neuwahlen ausgerufen. In den Wochen vor den Neuwahlen konnte seine Partei die portugiesischen Wähler nicht überzeugen, dass sie die Lösung für die gegenwärtigen Wirtschaftsprobleme bereithält.
Sócrates hatte nach einer verlorenen Parlamentsabstimmung über ein Sparpaket vorzeitige Neuwahlen ausgerufen. In den Wochen vor den Neuwahlen konnte seine Partei die portugiesischen Wähler nicht überzeugen, dass sie die Lösung für die gegenwärtigen Wirtschaftsprobleme bereithält.
Keystone
Dem neuen Ministerpräsidenten wird am ehesten zugetraut, das Land durch die gegenwärtige Wirtschaftskrise zu führen. Coelho steht für einen wirtschaftlichen Reformkurs ein, der besonders der Jugend zugute kommen würde.
Dem neuen Ministerpräsidenten wird am ehesten zugetraut, das Land durch die gegenwärtige Wirtschaftskrise zu führen. Coelho steht für einen wirtschaftlichen Reformkurs ein, der besonders der Jugend zugute kommen würde.
Keystone
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Herr Zemp, die Wahl vom Wochenende war eine Vertrauensabstimmung für Ministerpräsident Sócrates. Warum hat er sie verloren? Die Portugiesen sind frustriert, und wollen nun eine Änderung. Um die Probleme des Landes anzupacken, braucht es frische Kräfte und klare Verhältnisse.

Hat sich Sócrates zu wenig für das Land eingesetzt? Das Problem ist nicht er selbst, sondern seine Partei. Die Sozialisten sind nun schon zu lange an der Macht, werden als Hemmschuh für Veränderungen wahrgenommen. Sie stehen im Ruf, die Vetternwirtschaft zu begünstigen, und sich nur halbherzig für Reformen im Arbeitsmarkt einzusetzen …

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