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US-Notenbank Fed hält an Leitzins fest

Zum siebten Mal in Folge lassen die Währunghüter den Zins unangetastet. Die US-Wahlen könnten die Entscheidung beeinflusst haben.

Hält am Leitzins fest: Janet Yellen, Präsidentin der US-Notenbank Fed, spricht an einer Pressekonferenz am 21. September 2016.
Hält am Leitzins fest: Janet Yellen, Präsidentin der US-Notenbank Fed, spricht an einer Pressekonferenz am 21. September 2016.

Wenige Tage vor der US-Präsidentenwahl bleibt die Fed in Deckung: Die US-Notenbank lässt den Leitzins wie erwartet zunächst unverändert. Eine Zinsanhebung im Dezember scheint aber möglich.

Man sei der Ansicht, dass sich die Bedingungen für eine Leitzinsanhebung weiterhin verbessert haben, teilten die Währungshüter am Mittwoch in Washington mit. Die Rate bleibt aber vorerst weiter in einer Spanne zwischen 0,25 und 0,50 Prozent. Man habe sich entschieden, vorerst weiter abzuwarten. Ökonomen und Finanzmärkte hatten überwiegend damit gerechnet.

Einfluss der US-Präsidentschaftswahl

Die Entscheidung fiel nicht einstimmig. Zwei Notenbanker stimmten für eine Zinsanhebung. Bei der vorangegangenen Sitzung im September hatte es noch drei Gegenstimmen im zwölfköpfigen Ausschuss gegeben.

Die Währungshüter um Fed-Chefin Janet Yellen sind unabhängig. Kritiker hätten ihnen eine Straffung so kurz vor der US-Präsidentenwahl jedoch als Einflussnahme auslegen können.

Wachstum angezogen

Die Risiken für den Wirtschaftsausblick seien ungefähr ausgeglichen, hiess es in der Fed-Mitteilung. Der Jobzuwachs am Arbeitsmarkt sei zuletzt solide gewesen, das Wachstum habe seit Mitte des Jahres angezogen und die Ausgaben der Haushalte seien moderat gestiegen. Allerdings blieben die Investitionen weiter schwach, so die Notenbanker.

Da es inzwischen weniger Gegenwind gebe, gehen die Währungshüter davon aus, dass die Inflationsrate künftig an die angestrebte Zielmarke von zwei Prozent herankommen werde.

Zum siebten Mal unverändert

An den Finanzmärkten gab es auf die Zinsentscheidung kaum Reaktionen. Der Eurokurs bewegte sich nicht nennenswert. Die Renditen von US-Staatspapieren legten etwas zu. An den US-Börsen ging es kurzzeitig leicht bergab, die Verluste wurden aber schnell wieder ausgeglichen.

Die US-Währungshüter haben mit ihrer Entscheidung vom Mittwoch zum siebten Mal in Folge den Leitzins unangetastet gelassen. Seit der grossen Finanzkrise hat die US-Notenbank lediglich einmal im Dezember 2015 den Leitzins von der Nulllinie auf eine Spanne von 0,25 bis 0,50 Prozent angehoben. Danach wurden weitere Erhöhungen mit unterschiedlichen Begründungen immer wieder verschoben.

Die nächste Zinsentscheidung fällt am 14. Dezember. Viele Experten und Anleger rechnen dann mit einer Zinserhöhung.

SDA/sep

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