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US-Wirtschaft stagniert – Zinsen bleiben unverändert

Der starke Dollar und das kalte Winterwetter haben die US-Wirtschaft im ersten Quartal ausgebremst. Die Fed zögert die Leitzinserhöhung weiter hinaus.

Starker Dollar bremst den Export: Im Hafen von LA wird ein Frachter mit Containern beladen. (Archivbild)
Starker Dollar bremst den Export: Im Hafen von LA wird ein Frachter mit Containern beladen. (Archivbild)
Nick Ut, Keystone

Das US-Bruttoinlandprodukt (BIP) legte von Januar bis März nur noch mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 0,2 Prozent zu, wie das Handelsministerium in Washington mitteilte.

Der Einbruch im ersten Quartal fiel deutlich stärker aus als erwartet. Experten hatten mit einer Wachstumsrate von 1,0 Prozent gerechnet. Ende 2014 lag der Zuwachs beim BIP noch bei 2,2 Prozent. Im dritten Quartal hatte die Rate gar 5 Prozent betragen.

Zur enttäuschenden Entwicklung des amerikanischen Wirtschaftswachstums trug gemäss Ökonomen das ungewöhnlich kalte Winterwetter im Februar bei, das den Bau, aber auch den Detailhandel beeinträchtigte.

Leitzins stagniert ebenfalls

Die amerikanische Notenbank Federal Reserve liess in der Folge den Leitzins auf dem seit sechs Jahren geltenden Niedrigstniveau nahe Null und machte auch keine Andeutung, dass eine Erhöhung näher rückt. Experten erwarten nun, dass sie nicht schon im Juni, sondern erst im September kommt.

In einer Erklärung wiederholte die Fed ihre bisherige Wortwahl, sie müsse vor einer Anhebung «einigermassen zuversichtlich» sein, dass sich die derzeit niedrige Inflation wieder in Richtung der Zielmarke von zwei Prozent entwickle. Die Marke wird seit drei Jahren unterschritten, obwohl die Fed auf eine extrem lockere Geldpolitik vertraute.

SDA/pst

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