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Warmer Winter bringt Euro-Wirtschaft in Schwung

Grund zur Freude: Das Bruttoinlandspordukt in den Euro-Ländern stieg im vierten Quartal 2013 um 0.3 Prozent. Für die Entwicklung gibt es mehrere Gründe.

Wirtschaftsleistung wuchs stärker als erwartet: EU-Flagge vor der Europäischen Kommission. (Archivbild)
Wirtschaftsleistung wuchs stärker als erwartet: EU-Flagge vor der Europäischen Kommission. (Archivbild)
Keystone

Die Wirtschaft in den Euro-Ländern kommt allmählich in Schwung. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) stieg im vierten Quartal 2013 gegenüber dem Vorquartal um 0,3 Prozent, teilte die europäische Statistikbehörde Eurostat in Luxemburg in einer ersten Schätzung mit.

Die Wirtschaftsleistung im gemeinsamen Währungsgebiet wuchs stärker als erwartet, Ökonomen hatten mit einem geringeren Plus gerechnet. Damit verfestigt sich der Aufwärtstrend. Im dritten Quartal hatte die Wirtschaft in den Euro-Ländern erst ein Mini-Wachstum von 0,1 Prozent erreicht.

Milder Winter als Grund

Wachstumslokomotive bleibt Deutschland, das zum Jahresende ein Plus von 0,4 Prozent meldete. Aber auch die anderen grossen Volkswirtschaften im Euro-Raum legten zu: In Frankreich wuchs die Wirtschaft ebenso wie in Spanien um 0,3 Prozent, Italien meldete 0,1 Prozent. Damit haben die Länder in der Peripherie wieder zum Kern der Euro-Zone aufgeschlossen.

Ein Grund für die Entwicklung ist laut Ökonomen der milde Winter. «Aber auch die unterliegende konjunkturelle Dynamik dürfte zugenommen haben», schreibt die deutsche Commerzbank.

Rezession im Gesamtjahr

Trotz der Aufholjagd zum Schlussquartal schrumpfte die Wirtschaft aber im Gesamtjahr 2013. Die Euro-Länder meldeten ein Minus von 0,4 Prozent. In der EU insgesamt schaffte die Wirtschaft dagegen ein Mini-Wachstum von 0,1 Prozent.

Die guten Konjunkturdaten zerstreuen etwas die Sorgen vor einer Deflation. Dabei kommt bei anhaltend sinkenden Preise eine gefährliche Abwärtsspirale in Gang, bei dem Konsumenten und Unternehmen in Erwartung weiter fallender Preise sich bei Käufen und Investitionen zurückhalten.

Geldpolitik lockern

Zuletzt hatte die niedrige Teuerungsrate von 0,7 Prozent im Januar im Euro-Raum wieder Warnungen vor Deflation ausgelöst. Ökonomen vermuteten, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik weiter lockern müsse - das hat sich nun geändert. «Die heutigen Daten senken die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die EZB wie von uns prognostiziert auf ihrer Sitzung im März die Leitzinsen senkt», schreibt die Commerzbank.

Im Jahresvergleich wuchs die Euro-Wirtschaft Eurostat zufolge im vierten Quartal um 0,5 Prozent. Den Wert für das dritte Quartal korrigierten die Statistiker leicht nach oben: Die Wirtschaftsleistung schrumpfte demnach nur um 0,3 (statt 0,4) Prozent.

SDA/ajk

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