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Was München darf, darf Zürich noch lange nicht

Schweizer Steuerbehörden geraten ins Hintertreffen: Hinterzieht ein Deutscher die Steuern, dürfen die deutschen Behörden seine Bankdaten einsehen – die Schweizer Kollegen nicht. Das könnte sich bald ändern.

Auch die Schweizer Behörden wollen Zugriff auf die Daten von in der Schweiz steuerpflichtigen Ausländern, die mutmasslich Steuern hinterziehen: Zürcher Paradeplatz.
Auch die Schweizer Behörden wollen Zugriff auf die Daten von in der Schweiz steuerpflichtigen Ausländern, die mutmasslich Steuern hinterziehen: Zürcher Paradeplatz.

Das Schweizer Bankgeheimnis bei Steuerhinterziehung wackelt immer stärker. Seit Jahren fordern verschiedene Juristen und Politiker, es aufzuheben – nach heutigem Verständnis sei schwere Steuerhinterziehung ebenso Unrecht wie Steuerbetrug, in beiden Fällen müssten Banken bei begründetem Verdacht ihre Bücher öffnen. Jetzt macht das neue Steueramtshilfegesetz deutlich: Der Schweizer Sonderfall benachteiligt die einheimischen Behörden gegenüber dem Ausland. Während nämlich das Bankgeheimnis künftig für ausländische Beamte gebrochen werden darf, sind den Schweizer Kollegen die Hände gebunden. Das zeigt folgender fiktive Fall.

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