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Wirtschaft in den USA wächst langsamer

Die amerikanische Wirtschaft legt dank kräftig steigender Verbraucherausgaben weiter zu. Im ersten Quartal fiel das Plus jedoch geringer aus als zuvor.

Das Wirtschaftswachstum in den USA hat zu Jahresbeginn an Fahrt verloren. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im ersten Quartal 2010 um auf das Jahr hochgerechnete 3,2 Prozent, wie das Handelsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Das Wachstum fiel damit schwächer aus als noch im vierten Quartal 2009. Damals stieg das BIP der Vereinigten Staaten um 5,6 Prozent. Es war aber der dritte Quartalsanstieg in Folge seit dem Ende der schwersten Rezession seit den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts.

Beobachter bewerteten die aktuelle Wachstumsrate als solide. Wichtig sei vor allem, dass die Verbraucherausgaben mit einer Rate von 3,6 Prozent gestiegen seien, dem besten Wert seit Anfang 2007. Ende 2009 lag er noch bei mageren 1,6 Prozent. Analysten erarten allerdings keinen wesentlichen weiteren Anstieg der Verbraucherausgaben, die in den USA den wichtigsten Posten im BIP ausmachen.

Arbeitslosigkeit immer noch fast 10 Prozent

Die Arbeitslosenquote von derzeit 9,7 Prozent dürfte auch in den nächsten Monaten erhöht bleiben und nicht unter 9 Prozent sinken. Das werde die Arbeitnehmer von höheren Ausgaben abhalten. Dazu könnten sich auch niedrige Einkommenszuwächse und hohe Kreditzinsen die Kauflust dämpfen.

Das BIP-Wachstum im ersten Quartal blieb leicht hinter den Analystenerwartungen zurück, die auf ein Plus von 3,4 Prozent getippt hatten. Ein Grund war, dass die Ausgaben der Unternehmen für Ausrüstung und Software mit einem Plus von 13,4 Prozent zwar noch kräftig wuchsen, aber nicht mehr mit der 19-Prozent-Rate des Vorquartals. Für das Gesamtjahr 2010 erwarten Analysten nach einer AP-Umfrage ein Wirtschaftswachstum um 3,1 Prozent in den USA.

ddp/raa

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