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Yellens Lapsus bei der Premiere

Die neue Präsidentin der US-Notenbank hat für Aufregung an den Märkten gesorgt. Grund ist ein verhängnisvoller Nebensatz, den Yellen als Antwort auf eine Frage eingestreut hat.

Janet Yellen ist eigentlich ein Profi. Die Ökonomin steht seit Jahren in Diensten des Fed, sie gilt als Kopf hinter der Kommunikationsstrategie, die ihr Vorgänger Ben Bernanke in den letzten Jahren verfolgt hat. Als ehemalige Präsidentin der Notenbank von San Francisco und Chefberaterin von Bill Clinton hat Yellen unzählige Auftritte hinter sich. Yellen weiss genau, mit welcher Akribie die Märkte in den Aussagen von Notenbankern nach Details suchen, die eine Änderung der Geldpolitik ankündigen könnten.

An ihrer ersten Pressekonferenz nach einer Zinssitzung leistete sich die neue Fed-Präsidentin dennoch einen Schnitzer. Wie viel Zeit wohl zwischen dem Ende der Anleihenkäufe der Federal Reserve im Dezember und der ersten Zinserhöhung verstreichen werde, wollte eine Journalistin von Yellen wissen. Statt die Frage höflich beiseite zu wischen mit dem Hinweis auf die offizielle Sprachregelung («ein beträchtlicher Zeitraum») druckste Yellen herum. «Sechs Monate» könne damit vielleicht gemeint sein, «diese Art von Ding».

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