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Zugs höchstes Gebäude erhält eine Hülle aus China

Mit dem Park Tower erhält Zug einen Prestigebau im Herzen der Stadt. Die Fensterelemente des Hochhauses wurden wegen der grossen Stückzahl in China gekauft.

Die 25. und oberste Etage ist gebaut, die Höhe von 81 Metern ist erreicht. Der Kanton Zug hat ein neues höchstes Gebäude, den Park Tower in Zug. Bevor das Hochhaus unweit des Bahnhofs eröffnet wird, vergeht noch etwas Zeit. Der Bezugstermin ist auf das Frühling 2014 angesetzt.

Bis dahin erhält der Park Tower noch eine Fassade, bestehend aus schwarzen Fensterelementen. Bis in die achte Etage wurden diese bereits montiert. Wenn die restlichen Elemente in den kommenden Wochen geliefert und am Hochhaus angebracht werden, haben sie bereits einen weiten Weg hinter sich. Wie die «Neue Zuger Zeitung» berichtet, stammen die Fenster nämlich aus China.

«Keine Anbieter für grosse Stückzahlen»

Bernhard Häni von Peikert-Immobilien bestätigt dies gegenüber der Zeitung. Der Generalunternehmer Implenia habe den Auftrag nach China vergeben. Die Qualität der chinesischen Teile sei absolut spitze, so Häni. Auch verfügten die Chinesen über grosse Erfahrung im Hochhausbau. Schliesslich fügt er an: «Es gibt eben in der Schweiz keine entsprechenden Anbieter der benötigten Elemente.» Dies gelte besonders für die grosse Anzahl benötigter Elemente.

Diese Aussagen will Basil Gasser, Vorstandsmitglied des Schweizerischen Fachverbands der Fenster- und Fassadenbranche, nicht gelten lassen. Gegenüber der «Neuen Zuger Zeitung» sagt er, es gebe mindestens fünf Unternehmen in der Schweiz, die es in Sachen Masse und Qualität mit den chinesischen Produkten aufnehmen könnten. Gasser ist sich sicher, dass die Fassadenelemente in der Schweiz nicht einmal wesentlich teurer wären. «Man muss ja auch fragen, ob Garantieleistungen inbegriffen und ob Nachbearbeitungen garantiert sind.»

Branchenverband will keinen Heimatschutz

Auch wenn im Fall des Park Tower Firmen aus der Schweiz leer ausgingen, Basil Gasser hält nichts von einem «Heimatschutz» für hiesige Unternehmen. Schweizer Qualität müsse eben gut vermarktet werden. Die Firmen müssten kreativ sein und Produktionskosten herunterfahren.

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