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Zurück in der Realität: Euro schwächelt

Die kräftige Kurserholung des Euro nach dem grossen EU-Hilfspaket war nur ein Strohfeuer. Schon zwei Tage nach dem Beschluss der EU gerät die Gemeinschaftswährung wieder deutlich unter Druck.

Der Euro fiel am Dienstagvormittag im Vergleich zum späten US-Geschäft am Montagabend um mehr als einen US-Cent auf bis zu 1.2671 Dollar. «Die Euro-Schwäche ist augenfällig», sagte Währungsstratege Tohru Sasaki von der JPMorgan Chase Bank.

Zu Wochenbeginn war der Euro noch bis knapp unter die Marke von 1.31 Dollar nach oben geschossen, doch schon bald hatte sich wieder Skepsis am Devisenmarkt breitgemacht.

«Montag war eine Erholungsrally, und jetzt ist man wieder zurück in der Realität», sagte Devisenanalystin Antje Praefcke von der Commerzbank. «Griechenland muss seine Finanzen konsolidieren, und der Euro ist immer noch nicht attraktiv.»

Der Chefökonom der Bremer Landesbank, Folker Hellmeyer, führte den erneuten Kursrückgang des Euro auch auf das Wirken von Spekulanten zurück, «die nicht bereit sind, kampflos das Feld zu räumen». Er gab allerdings zu bedenken, die Euro-Zone gehe das Thema Staatsverschuldung als einzige Region aggressiv an und bemühe sich um eine nachhaltige Lösung.

SDA/bru

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