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Kursrutsch an arabischen Börsen nach US-Herabstufung

Doha Die weltweite Verunsicherung der Anleger hat an den Aktienmärkten auf der Arabischen Halbinsel zu deutlichen Verlusten geführt.

Unter dem Eindruck der Herabstufung der Spitzenbonität der USA und den anhaltenden Konjunktursorgen gaben die Leitindizes deutlich nach. Der Markt in Dubai schloss mit einem Minus von 3,7 Prozent auf einem 20-Wochen-Tief. Katar ging mit Verlusten von 2,5 Prozent aus dem Handel. In Oman fiel der Leitindex sogar auf ein Zwei-Jahres- Tief. Nachdem die saudi-arabische Börse am Samstag ein Fünf- Monatstief markiert hatte, erholte sie sich jedoch wieder. Für die Märkte auf der Arabischen Halbinsel waren es meist die grössten Erschütterungen seit Ausbruch der politischen Unruhen im Frühjahr. Die Verluste sind für viele Anleger ein Zeichen, dass die Börsen weltweit den Verlust der «AAA»-Bewertung der USA bei Standard & Poor's nicht einfach verdauen können. Die Einbrüche seien erwartet worden, sagte Vermögensverwalter Shakeel Sarwar von Sico in Bahrain. «Alle regionalen Märkte ausser Kuwait werden heute Einbussen verzeichnen.» Kuwait ist der einzige Golfstaat, der seine Währung nicht an den US-Dollar koppelt. In Israel kamen am Sonntag erstmals seit dem Kollaps der US- Investmentbank Lehman Brothers wieder die Kurssicherungssysteme zum Einsatz, um grössere Verluste an den Börsen zu verhindern. Nach der verspäteten Eröffnung des Handels fiel der Tel-Aviv-25- Index um mehr als 6 Prozent. Der wichtigste Index in Ägypten markierte sogar ein Zwei-Jahres-Tief. Wegen des hohen Interesses ausländischer Investoren setzten Analysten jedoch auf eine baldige Erholung.

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