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Liebesbotschaft an den Arbeitgeber

Man soll sich mit der Firma identifizieren können, die einem den Lohn zahlt. Aber nicht zu sehr.

Dass auch SBB-Angestellte nicht zaubern können, wussten wir schon. Dass es gefährlich sein kann, sich zu sehr mit seinem Arbeitgeber zu identifizieren, noch nicht. Standbild aus dem Video «Stob Bashin SBB» von Bahnangestellten. Foto: Screenshot
Dass auch SBB-Angestellte nicht zaubern können, wussten wir schon. Dass es gefährlich sein kann, sich zu sehr mit seinem Arbeitgeber zu identifizieren, noch nicht. Standbild aus dem Video «Stob Bashin SBB» von Bahnangestellten. Foto: Screenshot

Die Aktion war gut gemeint: Eine Gruppe von SBB-Angstellten hielt es nicht mehr aus, dass ihr Konzern wegen Verspätungen und Pannen seit Monaten am Pranger steht. Mit dem eigens konzipierten Videoclip «Stop Bashing SBB» wollten die Mitarbeitenden dagegenhalten.

Als ich den Song zum ersten Mal hörte, schwankte ich ­zwischen «Jöö, irgendwie herzig, diese Solidarität» und «Oh mein Gott, wie peinlich». «Jeder Moment tut unendlich weh», trällert Protagonistin Claudia in dem ­Video, und man merkt: Sie meint es ernst. Kritik an den SBB empfindet die Zug­begleiterin offenbar als Kritik an sich selbst.

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