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Machtkampf beim deutschen Baukonzern Hochtief entschieden

Essen Der deutsche Baukonzern Hochtief streckt endgültig die Waffen: Die knapp neun Monate dauernde Übernahmeschlacht mit dem spanischen Angreifer ACS ist entschieden.

ACS baut nun auch im Hochtief-Verwaltungsrat seine Macht aus. Bei der Generalversammlung des Essener Baukonzerns gab es keine Kampfabstimmung um die Neubesetzung des Aufsichtsrats geben, nachdem sich vier Verwaltungsräte zurückgezogen hatten, die als ACS-Kritiker gelten. Er gehe davon aus, dass die Vorschläge des Grossaktionärs angenommen werden, sagte Hochtief-Verwaktungsratspräsident Detlev Bremkamp bei der Generalversammlung am Donnerstag in Essen - die Präsenz bei dem Aktionärstreffen liege bei rund 69 Prozent. ACS kann sich damit durchsetzen: Die Spanier halten bereits über 43 Prozent an Hochtief und wollen bis Ende Juni die Mehrheit übernehmen. Bremkamp selbst tritt nach eigenen Worten nicht mehr an - er verzichte ebenso wie der frühere Hochtief-Konzernchef Hans-Peter Keitel. Auch der Ex-E.ON-Manager Wilhelm Simson und der ehemalige Siemens -Chef Heinrich von Pierer träten nicht mehr an, sagte Bremkamp, der seine Rede zu einer Abrechnung mit ACS nutzte. Bittere Worte Die Spanier hätten Hochtief nicht über ihre Übernahmepläne informiert - sondern vielmehr immer wieder beteuert, sie wollten Hochtief nicht schlucken. Hochtief hatte monatelang vergebens um seine Unabhängigkeit gekämpft. ACS stockte seinen Anteil jedoch kontinuierlich auf. Mehrere Manager des deutschen Bauriesen warfen daraufhin das Handtuch, darunter auch Hochtief-Chef Herbert Lütkestratkötter, der zur Generalversammlung seinen Posten verliess. Bremkamp betonte unter dem Applaus der Aktionäre, der Verwaltungsrat bedauere das Ausscheiden der Manager ausdrücklich. Lütkestratkötter, von Mitarbeitern «Dr. Lü» genannt, gehe nicht aus freien Stücken - vielmehr verlasse er auf Druck des Grossaktionärs ACS den Konzern.

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