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Mailänder Staatsanwalt fordert Millionenstrafe für vier Banken

Mailand/Bern Wegen umstrittener Derivatgeschäfte in Italien sollen die UBS und drei weitere Banken eine Geldstrafe von je 1,5 Millionen

Euro zahlen. Das forderte der zuständige Staatsanwalt, Alfredo Robledo, am Mittwoch in Mailand. Zudem sollen 72 Millionen Euro an Gewinn aus den umstrittenen Geschäften beschlagnahmt werden, wie italienische Nachrichtenagenturen berichteten. Neben der Londoner Filiale der UBS sind auch die amerikanische J.P.Morgan, die Deutsche Bank und die Dubliner Filiale der deutschen Depfa angeklagt. Bei welcher Bank wie viel beschlagnahmt werden würde, sei nicht definiert, sagte eine UBS-Sprecherin auf Anfrage. Es handle sich zudem erst um die Forderungen des Staatsanwalts, betonte sie. Der Gerichtsprozess soll am 19. September weitergehen. Für neun Bankmitarbeiter verlangt der Staatsanwalt zudem Haftstrafen von mehreren Monaten und Geldstrafen in der Höhe von bis zu 1000 Euro, wie die Nachrichtenagenturen weiter berichteten. Unter ihnen befinden sich zwei UBS-Angestellte sowie ein ehemaliger UBS- Mitarbeiter. Eröffnet worden war der Prozess vor gut zwei Jahren. Den Instituten wurde vorgeworfen, im Zusammenhang mit Derivatgeschäften Risiken verschwiegen zu haben. Die Vorwürfe richteten sich konkret gegen elf Bankmitarbeiter und zwei ehemalige Angestellte der Stadt Mailand. Bei dem Finanzgeschäft, das ins Visier der Justiz geraten ist, geht es um eine Wandelanleihe aus dem Jahr 2005 in der Höhe von 1,68 Millionen Euro. Das von der Stadt Mailand unterschriebene Geschäft war an komplexe Derivate gebunden, die in Folge den Preis haben explodieren lassen. Die Finanzinstitute hatten vor dem Prozess jede Verantwortung zurückgewiesen.

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