UBS

manipulierte auch Franken-Libor

Die UBS hat auch den Franken-Libor und damit den für die Geldpolitik der Schweizerischen Nationalbank (SNB) zentralen Zins manipuliert.

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Geldpolitisch relevante Verzerrungen seien aber bisher nicht festgestellt worden, erklärt die SNB.

Laut Untersuchung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma) manipulierte die UBS im untersuchten Zeitraum zwischen 2006 und September 2009 ihre Eingaben zur Festlegung des Franken-Libors. Die Eingaben seien konstant um einen viertel bis einen halben Basispunkt (0,0025 bis 0,005 Prozentpunkte) zugunsten der eigenen Handelspositionen auf- oder abgerundet worden.

Ein SNB-Sprecher verwies auf Anfrage darauf, dass die UBS nur eine von 12 beteiligten Banken bei der täglichen Festlegung des massgeblichen Franken-Dreimonats-Libors sei. Der Einfluss auf den Franken-Libor dürfte minim und vernachlässigbar gewesen sein.

Allerdings bleibt abzuklären, inwiefern sich die 12 Banken untereinander abgesprochen haben. Laut Branchenkennern ist wenig wahrscheinlich, dass alle Banken die gleiche Interessen bezüglich Richtung der Manipulation gehabt haben könnten.

Zudem sei der Dreimonats-Libor stets in dem von der SNB definierten Zielband geblieben, ausser während einer kurzen Reaktionsphase nach den drastischen Zielbandsenkungen in der Finanzkrise Ende 2008.

SNB-Direktoriumsmitglied Fritz Zurbrügg hatte vergangene Woche mit Blick auf die Libor-Manipulationen erklärt, der Franken-Dreimonats-Libor solle weiterhin ermittelt werden. Dies sei der Vorschlag der für Libor-Reformen zuständigen Arbeitsgruppe der britischen Bankenaufsicht (FSA), die nach Bekanntwerden der Manipulationen gebildet worden ist.

«Damit ergeben sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Konsequenzen für die Umsetzung unserer Geldpolitik», sagte Zurbrügg. Eine von der Nationalbank in diesem Jahr durchgeführte Umfrage unter Banken habe überdies bestätigt, dass der Libor weiterhin eine wichtige Grösse für Kreditbeziehungen, namentlich Hypotheken, bleibe.

80 Prozent der Banken gaben an, dass sie den Libor als Grundlage für die Preissetzung von Krediten verwenden. Auch bei der Preissetzung von Finanzprodukten und Derivaten spiele der Libor trotz der Manipulationsaffäre nach wie vor eine grosse Rolle.

Erstellt: 19.12.2012, 09:34 Uhr

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