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Mehr gefährliche Konsumgüter in Europa gemeldet

Brüssel Hautreizende T-Shirts, Risiko-Spielzeug, Elektroartikel mit defekten Netzteilen: Konsumenten in Europa sind immer häufiger gefährlichen Konsumgütern ausgesetzt.

2244 unsichere Produkte meldeten Kontrolleure 2010, 13 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Wie der EU-Verbraucherschutzkommissar John Dalli am Donnerstag in Brüssel mitteilte, schlugen die europäischen Prüfer am häufigsten bei Textilien Alarm, hier drohten oft Hautreizungen. Ausserdem landeten auf der Liste Spielzeuge, an denen sich Kinder verschlucken könnten, sowie Elektroartikel von extrem schlechter Qualität. Als das Warnsystem vor sieben Jahren startete, lag die Anzahl der erkannten Risikoartikel noch bei knapp einem Viertel der letztjährigen Fälle. Dalli sagte, es gebe inzwischen verbesserte Kontrollen, ausserdem sei die Zusammenarbeit mit dem Exportgiganten China verstärkt worden. Mehr als die Hälfte der beanstandeten Waren kommt aus China. Deutschland war das Land mit den meisten gemeldeten Risiko- Produkten (204). Zu den im Warnsystem RAPEX geprüften Gütern gehören Konsumgüter, aber keine Lebensmittel und Arzneimittel. Die Abkürzung RAPEX steht für «Rapid Alert System for Dangerous Non-Food Consumer Products» (Schnelles Warnsystem für gefährliche Nicht-Lebensmittel Konsumprodukte). An RAPEX beteiligen sich die 27 EU-Staaten sowie Liechtenstein, Norwegen und Island. Die Schweiz ist bei RAPEX nicht dabei. Sie erhält die Warnungen aber indirekt. Durch RAPEX sind in den letzten Jahren auch in der Schweiz Rückrufe ausgelöst worden. Seit November 2008 verhandelt der Bund über eine Teilnahme.

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