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Mit 67 Millionen Franken auf der Flucht – Felix V. verhaftet

International wurde nach dem Finanzmakler und Filmproduzenten gefahndet. Jetzt sitzt Felix V. in Zürich in Untersuchungshaft.

Die Staatsanwaltschaft stellte beim Bezirksgericht Zürich den Antrag auf Untersuchungshaft.
Die Staatsanwaltschaft stellte beim Bezirksgericht Zürich den Antrag auf Untersuchungshaft.
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Der seit Monaten wegen Anlagebetrugs gesuchte Filmproduzent Felix V. ist in Spanien verhaftet und der Zürcher Staatsanwaltschaft zugeführt worden. Er sitzt in Untersuchungshaft, wie die Oberstaatsanwaltschaft am Freitag mitteilte.

Die Staatsanwaltschaft III für Wirtschaftsdelikte hatte im Mai 2015 gegen den 42-jährigen V. ein Strafverfahren wegen Betrugs eröffnet. Zu diesem Zeitpunkt war dieser jedoch bereits untergetaucht. Er wurde deshalb international zur Verhaftung ausgeschrieben.

Dank der Zusammenarbeit zwischen in- und ausländischen Behörden habe der Beschuldigte Mitte Februar in Spanien verhaftet werden können, heisst es in der Mitteilung der Oberstaatsanwaltschaft. Über das Bundesamt für Justiz sei danach die Auslieferung beantragt worden.

Wie vom Erdboden verschluckt

Am 26. Februar wurde V. an die Schweiz ausgeliefert und einen Tag später von der Staatsanwaltschaft einvernommen. Diese stellte beim Bezirksgericht Zürich den Antrag auf Untersuchungshaft. Das Zwangsmassnahmengericht habe den Antrag gutgeheissen, heisst es in der Mitteilung.

Dem gebürtigen deutschen Filmemacher wird vorgeworfen, Freunde um 67 Millionen Franken erleichtert zu haben. Im März 2015 bestieg V. in London einen Flieger nach Zürich. Danach war er wie vom Erdboden verschwunden. Die Zürcher Staatsanwaltschaft erteilt aus Rücksicht auf die laufenden Ermittlungen keine weiteren Auskünfte.

V. war in England nicht irgendwer – sondern ein Filmproduzent, der einige bekannte Filme mitfinanzierte. Darunter Filme wie «I, Anna» mit Charlotte Rampling, «The Pusher» von Regisseur Nicolas Winding Refn. Als nächster grosser Wurf wollte V. den Film «Miss You Already» mit Hollywood-Star Drew Barrymore finanzieren.

SDA/woz

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