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Nestlé ist bei Umwelt-Engagement der auskunftsfreudigste Konzern Anlagestiftung Ethos und Raiffeisenbanken untersuchen Transparenz

In Umweltfragen ist der Nahrungsmittelmulti Nestlé das transparenteste Unternehmen der Schweiz.

Die Grossbank UBS, die Berner Kantonalbank, der Rückversicherer Swiss Re und das Sanitärtechnikunternehmen Geberit folgen an der Spitze der Liste jener Unternehmen, die ihre Anstrengungen zur Reduktion von klimaschädlichen Emissionen offenlegen. Die Mehrheit der wichtigen Schweizer Unternehmen ist bereit, Informationen über ihr Umwelt-Engagement zu geben. 58 Prozent der 100 grössten börsenkotierten Unternehmen der Schweiz haben an einer Umfrage der Anlagestiftung Ethos und den Raiffeisenbanken teilgenommen. Die Umfrage wurde zum vierten Mal durchgeführt. 60 Prozent der Teilnehmer haben der Veröffentlichung ihres Engagement zugunsten eines gesunden Klimas zugestimmt, wie Ethos- Direktor Dominique Biedermann am Dienstag vor den Medien in Zürich sagte. 39 Prozent hätten zudem konkrete Ziele für die Reduktion des CO2-Ausstosses. Wenig «Ambitionierte» Allerdings erkennen die Initianten der Umfrage bei nur elf Konzernen «ambitionierte» Reduktionsziele: Dazu zählen sie Nestlé, die Chemie- oder Pharmaunternehmen Clariant, Ems-Chemie, Lonza und Novartis, die Industriekonzerne ABB, Geberit und Holcim, den Warenprüfer SGS, den Flughafen Zürich und den Telekomkonzern Swisscom. Dazu gebe es grosse Unterschiede bei der Berichterstattung bei jenen, die mitmachten. Industrieunternehmen berichteten vor allem über Massnahmen gegen direkte Emissionen. Es interessiere aber auch, was in der ganzen Wertschöpfungskette an Schadstoffbekämpfung unternommen werde, also auch bei Lieferenten, Vertrieb oder Verbrauch, sagte Beidermann. Die Finanzindustrie im Gegenzug gebe viel preis über die Betriebsökologie. «Wenn man eine Bank ist, gibt man aber auch Kredite: Werden da die Umweltkriterien eingehalten?», sagte Biedermann. Dort sei die Finanzbranche weniger auskunftsfreudig. Internationale Projekt Biedermann nannte einige grosse Unternehmen, die an der Umfrage nicht teilnahmen, unter ihnen der Versicherer Baloise, die Industrieunternehmen Swatch, OC Oerlikon, Meyer Burger und Von Roll oder der Baukonzern Implenia. Mit diesen Unternehmen suche Ethos aber gegebenenfalls das Gespräch, so Biedermann. Ethos und Raiffeisen führten die Umfrage im Rahmen des «Carbon Disclosure Projects» durch. Dabei handelt es sich um eine Plattform, welche global rund 530 Investoren vereinigt, die sich für Umweltfragen interessieren.

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