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Nur noch Mini-Wachstum in der Eurozone

Luxemburg Die Wirtschaft des Euroraums wächst nur noch minimal.

Im dritten Quartal stieg das Bruttoinlandprodukt im Vergleich zu den drei Vormonaten um 0,2 Prozent, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat am Dienstag in Luxemburg in einer ersten Schätzung mitteilte. Die Zahlen kommen nicht überraschend. Die EU-Kommission hatte bereits in der vergangenen Woche vor einer Rezession in Europa gewarnt. Portugal, das am Tropf internationaler Geldgeber hängt, steckt bereits tief im Abschwung, im dritten Quartal schrumpfte die Wirtschaft um 0,4 Prozent. Stärkste Konjunkturlokomotive war einmal mehr Deutschland mit einem Wachstum von 0,5 Prozent. Nur im kleinen Estland fiel es mit 0,8 Prozent noch höher aus. Auch der zweitgrössten Euro- Volkswirtschaft Frankreich gelang mit 0,4 Prozent ein deutliches Plus. In Spanien stagnierte die Wirtschaft dagegen, in Zypern schrumpfte sie um 0,7 Prozent, in Portugal um 0,4 Prozent und in den Niederlanden um 0,3 Prozent. Zahlen für Italien und Griechenland liegen noch nicht vor, beide Länder wollen mit neuen Regierungen aus der Krisen kommen. Andere führende Industriestaaten sind im Sommer deutlich schneller gewachsen als die mit einer Schuldenkrise kämpfende Währungsunion: Die weltgrösste Volkswirtschaft USA schaffte ein Plus von 0,6 Prozent, die Nummer drei Japan kam sogar auf 1,5 Prozent. Wegen der Schuldenkrise steht die Euro-Zone an der Schwelle zur Rezession. Die EU-Kommission traut ihr 2012 nur noch ein Wachstum von 0,5 Prozent zu, nach 1,5 Prozent in diesem Jahr.

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