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Olympus muss zum Neustart hohen Verlust verkraften

Tokio Der von einem Bilanzskandal erschütterte Elektronikkonzern Olympus ist in die roten Zahlen gerutscht.

Vor allem das schwächelnde Kamera-Geschäft habe die Bilanz im Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr belastet, teilte das japanische Unternehmen am Donnerstag mit. Unter dem Strich wies Olympus, das wegen Falschbilanzierungen in Milliardenhöhe ins Straucheln geraten ist, einen Fehlbetrag von umgerechnet 569 Millionen Fr. aus. Im Vorjahr hatte der Konzern, der als Marktführer bei Endoskopen auch in der Medizintechnik tätig ist, noch einen Gewinn von etwa 46 Millionen Fr. verbucht. Auf eine Prognose für das laufende Geschäftsjahr verzichtete Olympus. Derzeit arbeitet das neue Management, dem gegen den Widerstand ausländischer Aktionäre auch noch Mitglieder der alten Konzernleitung angehören, an einer Strategie, um das Unternehmen wieder auf Vordermann zu bringen. Diese könnte noch diesen Monat vorgestellt werden. Olympus will mit dem Führungswechsel einen Schlussstrich ziehen unter den Skandal um Falschbilanzierungen über rund 1,6 Milliarden Franken, den Verantwortliche im Konzern über 13 Jahre lang vertuschten. Mehr als die Hälfte der alten Führungsriege wurde mittlerweile vom Unternehmen verklagt wegen Missmanagements oder Verletzung von Dienstpflichten. Drei ehemalige Manager und drei Banker müssen sich wegen der Affäre vor Gericht verantworten.

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