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Mossack Fonseca zeigt Genfer Informatiker an

Die Kanzlei soll bei der Genfer Staatsanwaltschaft eine Strafanzeige wegen unbefugter Datenbeschaffung eingereicht haben.

Verfahren eingeleitet: Die Zweigstelle der Kanzlei in Genf. (10. April 2016)
Verfahren eingeleitet: Die Zweigstelle der Kanzlei in Genf. (10. April 2016)
Martial Trezzini, Keystone

Die Genfer Staatsanwaltschaft hat nach einer Strafanzeige der Kanzlei Mossack Fonseca ein Verfahren eingeleitet. Es soll sich gegen einen Informatiker der Genfer Zweigstelle richten.

Der Mediensprecher der Genfer Justizbehörden, Henri Della Casa, bestätigte einen entsprechenden Bericht der Internetseite der Zeitung «Le Temps». Die Staatsanwaltschaft machte keine weiteren Angaben zu Details der Klage oder des Verfahrens.

Unbefugte Datenbeschaffung

Gemäss dem Bericht von «Le Temps» richtet sich die Klage gegen einen Informatiker, der im Verdacht steht, ein sehr grosses Datenvolumen entwendet zu haben. Die Klage soll unter anderem auf Unbefugte Datenbeschaffung sowie Veruntreuung lauten. Der IT-Spezialist sei festgenommen worden.

Die Kanzlei Mossack Fonseca war nach den Enthüllungen im Zuge der «Panama Papers» für die Offshore-Geschäfte weltweit in die Kritik geraten. Als Quelle figurierte eine anonyme Person, die sich «John Doe» nannte.

Quelle des Lecks?

Die «Süddeutsche Zeitung» hatte vertrauliche Daten von mehr als 200'000 Offshore-Firmen erhalten. Die Daten wurden vom Internationalen Konsortium Investigativer Journalisten (ICIJ) ausgewertet. Die Vorgänge in Genf könnten Hinweise auf die Quelle des riesigen Datenlecks geben.

Laut einem Journalisten der Süddeutschen Zeitung handelt es sich beim Genfer Angestellten jedoch nicht um «John Doe».

SDA/ij

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