«Putin geht es um Macht, nicht um Geld»

In der Affäre rund um die Panama Papers hat der russische Magnat Alexander Lebedew Präsident Wladimir Putin in Schutz genommen.

Verteidigt Putin: Alexander Lebedew hatte sich zuvor schon mit dem Präsidenten angelegt, es kam zu einem Gerichtsverfahren. (Mai 2013)

Verteidigt Putin: Alexander Lebedew hatte sich zuvor schon mit dem Präsidenten angelegt, es kam zu einem Gerichtsverfahren. (Mai 2013) Bild: Keystone

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Der russische Unternehmer Alexander Lebedew verteidigt Präsident Wladimir Putin gegen den Verdacht, über Offshore-Firmen seiner Freunde Geld ins Ausland zu schaffen. «Putin träumt nachts nicht von Jachten, und er häuft auch nicht heimlich Reichtümer an», sagte Lebedew dem deutschen Nachrichtenmagazin «Der Spiegel». «Ihm geht es um Macht, nicht um Geld.»

Lebedew rückte damit auch die Berichterstattung der Moskauer Zeitung «Nowaja Gaseta» zurecht, an der er einen Anteil hält und die dem internationalen Rechercheverbund zu den «Panama Papers» angehört.

«Roldugin ist kein Strohmann für Putin»

In den Dokumenten taucht der Name des Putin-Freundes Sergej Roldugin auf, eines bekannten Cellisten. Über dessen Offshore-Firmen seien zwei Milliarden Dollar geflossen, womöglich zum Nutzen von Putin.

«Roldugin ist kein Strohmann für Putin, und er besitzt auch keine zwei Milliarden», sagte Lebedew. Nicht Putin, aber russische Abgeordnete, über deren angebliche Briefkastenfirmen berichtet wurde, haben der «Nowaja Gaseta» Klagen angedroht.

Putin hat die Veröffentlichungen als westliche Propaganda abgetan. Sein Name tauche in den Daten gar nicht auf, sagte er. Seinen Freund Roldugin nahm er in Schutz. Der kaufe mit dem Verdienst aus Nebengeschäften Instrumente im Ausland für russische Musiker.

(kko/sda)

Erstellt: 09.04.2016, 12:15 Uhr

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