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Papandreou gegen Beteiligung privater Gläubiger an Rettung Athens

Athen Der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou hat sich gegen eine Beteiligung privater Gläubiger an der Rettung Griechenlands ausgesprochen.

Diese Idee sei nur in der Theorie richtig, sagte Papandreou der Athener Sonntagszeitung «To Vima». Damit stemmt sich Papandreou gegen den deutschen Finanzminister Wolfgang Schäuble, von dem diese Idee ursprünglich ausging. Dieser Ansatz habe bislang das Gegenteil bewirkt, die Märkte seien nervöser geworden. Papandreou sprach sich für eine Steuer auf Finanztransaktionen sowie für die Ausgabe von Euro-Anleihen (Eurobonds) aus. «Die Zeit wird knapper und die Verhandlungen dauern an. Mehr will ich jetzt nicht sagen.» Schäuble hatte eindringlich für eine «weiche» Umschuldung geworben. Er hofft auf einen Kompromiss mit der Europäischen Zentralbank (EZB) und den Euro-Partnern im Streit um eine Beteiligung privater Geldgeber. Griechenland steht vor der Staatspleite, wenn keine Lösung für das hoch verschuldete Land gefunden wird. Athen hatte bereits vor gut einem Jahr ein Paket von Europäern und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) von 110 Milliarden Euro erhalten. Die nächste Tranche von 12 Milliarden Euro ist im Juli fällig - Athen braucht sie dringend, freigegeben ist sie noch nicht. Zudem wird über ein neues Milliarden-Hilfspaket verhandelt.

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