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Parmalat Haftstrafe für Parmalat-Gründer Tanzi auf acht Jahre reduziert

Rom Mehr als sieben Jahre nach der spektakulären Pleite des italienischen Lebensmittelkonzerns Parmalat hat das Kassationsgericht in Rom am Mittwoch das im vergangenen Jahr gefällte zweitinstanzliche Urteil von zehn Jahren Haft für Firmengründer Calisto Tanzi reduziert.

Das Kassationsgericht, die dritte und letzte Instanz im italienischen Strafsystem, verurteilte den ehemaligen Parmalat-Chef am Mittwoch zu acht Jahren und einem Monat Haft, nachdem einige Vorwürfe der Kursmanipulation als verjährt erklärt wurden. Das Berufungsgericht bestätigte, dass Tanzi den von Parmalat geprellten Anlegern, rund 32'000 Personen, eine Entschädigung von 100 Millionen Euro zahlen muss. Tanzi bat, aus Gesundheitsgründen die Haftstrafe unter Hausarrest verbringen zu können. Parmalat war Ende 2003 unter einer Schuldenlast von 14 Milliarden Euro zusammengebrochen. Die Schulden waren achtmal so hoch wie offiziell bekannt. Ein Konkursverwalter sanierte den weit verzweigten Konzern und konzentrierte die Aktivitäten erfolgreich auf das Kerngeschäft. Im Oktober 2005 kehrte das Unternehmen an die Börse zurück. Im Zusammenhang mit der Firmenpleite sind noch weitere Verfahren anhängig.

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