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Petroplus-Raffinerie in Nordfrankreich vor der Stilllegung

Rouen Eine Schliessung der Raffinerie des insolventen Betreiberkonzerns Petroplus im nordfranzösischen Petit-Couronne rückt immer näher.

Das Handelsgericht der Stadt Rouen ordnete nach Angaben der Gewerkschaften am Dienstag eine Stilllegung der Anlage an, wenn binnen drei Wochen kein Käufer gefunden wird. Ein Kaufangebot des in Dubai ansässigen Konzerns Net Oil lehnte das Gericht ab. Der Gewerkschaftsvertreter Yvon Scornet sagte, es gebe zwar noch Interessenten; es sei aber unwahrscheinlich, dass wie vom Gericht verlangt bis zum 5. November eine Lösung gefunden werde. Petroplus hatte Ende Januar Insolvenz angemeldet. Die Schweizer Raffinerie im neuenburgischen Cressier wurde Anfang Mai an die Varo Energy Holding verkauft. Beim neuen Besitzer Varo spannen der weltgrösste Ölhändler Vitol mit Sitz in Genf und der Mitgründer von Petroplus, Marcel Van Poecke, dem AtlasInvest gehört, zusammen. Die Petroplus-Raffinerie im süddeutschen Ingolstadt wurde vom Rohstoff-Händler Gunvor übernommen. In Petit-Couronne fürchten rund 470 Arbeiter um ihren Job. Die Raffinerieindustrie in Europa ist derzeit in Schwierigkeiten, da viele Staaten billiger raffinierte Produkte aus Schwellenländern einführen.

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