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ProSiebenSat.1 stemmt sich erfolgreich gegen Krise

München Der TV-Konzern ProSiebenSat.1 hat sich im ersten Quartal weitgehend resistent gegen die Schuldenkrise gezeigt.

Dank höherer Werbeeinnahmen stieg der Umsatz um 6,5 Prozent auf 634,8 Millionen Euro. Beim operativen Ergebnis legte der Medienkonzern um neun Prozent auf 141,6 Millionen Euro zu, wie ProSiebenSat.1 am Donnerstag in München mitteilte. Im wichtigen Heimatmarkt sieht es angesichts der vergleichsweise guten wirtschaftlichen Entwicklung ordentlich aus: «Wir erwarten, dass der deutsche TV-Werbemarkt 2012 um einen niedrigen einstelligen Prozentsatz zulegt und wir in ähnlicher Grössenordnung», sagte ProSiebenSat.1-Chef Thomas Ebeling in einer Telefonkonferenz. Fernsehwerbung gewinne insgesamt zulasten von Zeitungen und Zeitschriften an Bedeutung. Unter dem Strich verdiente ProSiebenSat.1, auch für Sender wie Kabel Eins und Sixx bekannt, knapp 51 Millionen Euro - die Hälfte mehr als im Jahr zuvor. Sowohl beim Umsatz als auch beim Überschuss wurden die durchschnittlichen Analystenschätzungen übertroffen. Die Digital-Sparte war einer der Wachstumstreiber. Hier vertreibt ProSiebenSat.1 unter anderem Online-Spiele und Videos-on-Demand. Trotzdem fielen ProSiebenSat.1-Aktien mehr als drei Prozent auf 18,01 Euro. Europameisterschaften als Dämpfer Im Sommer dürften die Fussball-Europameisterschaft und die Olympischen Spiele für Zuschauerschwund sorgen: Die Grossereignisse werden primär von den öffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF übertragen. Das könne ProSiebenSat.1 aber auf Jahressicht verkraften. Dementsprechend bekräftigte Ebeling, den Umsatz 2012 um einen mittleren einstelligen Prozentsatz steigern zu wollen. Operativ und beim Nettoergebnis werden neue Rekordwerte erwartet. Im laufenden zweiten Quartal dürften die Erlöse ähnlich wie zu Jahresbeginn zulegen, der operative Gewinn aber stabil ausfallen.

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